GüterslohDiese Tiere aus dem Gütersloher Tierheim suchen dringend ein Zuhause

Katze, Hund oder Kaninchen - diese Tiere aus dem Gütersloher Tierheim haben eines gemeinsam: Sie alle suchen dringend ein neues Zuhause. Hier finden Sie die aktuellen Notfälle.

Jeanette Salzmann

Der kleine Cooper ist erst sechs Monate alt und stammt aus Rumänien. Auf dem Arm von Tierpfleger Julian Otte zeigt der Welpe sein großes Herz für Menschen. Cooper sucht noch ein Zuhause. - © Andreas Frücht
Der kleine Cooper ist erst sechs Monate alt und stammt aus Rumänien. Auf dem Arm von Tierpfleger Julian Otte zeigt der Welpe sein großes Herz für Menschen. Cooper sucht noch ein Zuhause. © Andreas Frücht

Gütersloh. Die Nachfrage nach Haustieren hat während der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Gefragt sind vor allem unkomplizierte Vierbeiner. Aber was ist mit den Tieren, die ein Handycap haben oder unverschuldet sitzen geblieben sind? Hier stellen wir Ihnen die aktuellen Notfälle aus dem Tierheim Gütersloh vor. Wer Interesse an einem der Tiere hat, kann sich beim Tierheim melden: Telefon (0 52 41) 40 09 22 oder info@tierschutzverein-guetersloh.de

Manina: Opfer von Behördenwillkür

Manina liebt Kinder und ist eine verschmuste Hündin. - © Andreas Frücht
Manina liebt Kinder und ist eine verschmuste Hündin. (© Andreas Frücht)

Weil Manina aussieht wie ein „Listenhund", wurde sie als solcher eingestuft. „Ziemlich willkürlich", findet ihr Tierpfleger, „wir haben einen Gentest machen lassen und der bestätigt die Einstufung nicht." Vom Border Collie bis zum Havaneser findet sich so ziemlich jede Rasse in dieser zweijährigen Hündin wieder, die im Ursprung aus Rumänien stammt. „Aber der Kreis Gütersloh hat sich anders entschieden." Damit ist das Schicksal von Manila ein schwieriges: Wer sich für sie interessiert, muss entsprechende Kenntnisse im Umgang mit Hunden nachweisen und die Steuer ist höher als für „normale" Hunderassen – zumindest in Gütersloh und NRW.

Bessere Chancen hätte die zweijährige Hündin etwa in Niedersachsen. „Sie ist wahnsinnig schmusebedürftig", ein toller Hund lautet die Einschätzung der Pfleger im Gütersloher Tierheim. Der Umgang mit Kindern ist trainiert und völlig problemfrei. „Kinder werden von Grund auf gemocht!" Manina kam als Abgabehund vor rund einem Jahr ins Tierheim. „Ihr Problem ist das Alleinebleiben. Das klappt nicht." Noch nicht, denn auch daran kann gearbeitet werden. Manina hofft auf eine Chance.

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Alessio: Vor Blindheit bewahrt

„Bist du neu?“ Kater Alessio ist neugierig und zutraulich. - © Andreas Frücht
„Bist du neu?“ Kater Alessio ist neugierig und zutraulich. (© Andreas Frücht)

Dass das Augenlicht von Kater Alfonso und Alessio gerettet werden konnte, grenzt an ein Wunder. Es stand nicht gut um die beiden Kitten, als sie im April 2021 ins Tierheim gebracht wurden. „Wegen der schlimmen Augenentzündung mussten die beiden wochenlang behandelt werden", so die Tierpflegerin. Dazu kam der schlechte Allgemeinzustand der beiden Gütersloher Fundtiere. Alfonso und Alessio haben einen Herpesvirus auf den Augen, der jedoch nicht ansteckend ist – weder für Mensch noch für Tier. „Sonst könnten sie nicht hier in der Gruppe leben."

Eine Beeinträchtigung haben die beiden nicht, ein Medikament, dass sie einmal am Tag aufschlecken, hält den Virus fest im Griff. Kostenfaktor rund 10 Euro im Monat. Nur leider wirken die beiden nicht so attraktiv für Tierheim-Besucher, viele Interessenten blicken über die Brüder hinweg. Ein Jammer! Die beiden sind aufgeschlossen, super verschmust und rabiate Spieler, die über Tische und Bänke gehen. Deshalb sollten sie auch unbedingt Freigänger werden, um ihre Power draußen ausleben zu dürfen. „Die beiden sind wie Pech und Schwefel", weiß man im Tierheim. Sie sollen und wollen zusammen vermittelt werden. Schicksal verbindet. Jetzt braucht es nur noch ein tolles neues Zuhause.

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Keks: Musste sich im Leben behaupten

Keks ist definitiv kein Anfängerhund. - © Andreas Frücht
Keks ist definitiv kein Anfängerhund. (© Andreas Frücht)

Keks ist als Hund eine Herausforderung. Der achtjährige Münsterländer-Mischling ist kein Anfängerhund, er braucht einen Menschen mit Erfahrung im Umgang mit dominanten Hunden. Der Grund? Keks lebte als Hofhund im Zwinger. „Mit ihm ist nie gearbeitet worden", wissen die Tierpfleger. Und deshalb hat er sich entwickelt, wie sein rassetypischer Charakter es vorgibt. „Er ist nett, aber lässt sich nicht gerne etwas sagen. Er lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen, ist mutig und bisweilen auch penetrant."

Für ein Leckerchen tut Keks so ziemlich alles – er versteht aber nicht, wenn es keines mehr gibt. Weil er nur im Zwinger gehalten wurde, ist Keks nicht stubenrein und markiert auch gerne. „Er war ein halber Tierschutzfall", die ehemaligen Besitzer wurden überredet, den Hund abzugeben. Sein Zwinger war der reinste Dreckstall. Keks kann man also keinen Vorwurf machen – nur gilt es jetzt für einen besonderen Hund das passende Zuhause zu finden. Auflagen hat der Rüde übrigens keine, der Maulkorb kommt nur beim Tierarzt zum Einsatz.

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Cleo: Zu viel Zwinger, zu wenig Mensch

Cleo hat einfach keine Erfahrung mit Alltag von Menschen. - © Andreas Frücht
Cleo hat einfach keine Erfahrung mit Alltag von Menschen. (© Andreas Frücht)

„Ein Zwinger war vorhanden, ein Garten auch, aber kein Haus", so lautet die Kurzbeschreibung von Cleos Vergangenheit. Sie hat keine Ahnung wie sie sich benehmen soll, weil sie es nicht gelernt hat. Cleo ist drei Jahre alt und eine reinrassige Deutsche Schäferhündin. Hübsch ist sie, verspielt, aber vollkommen untrainiert in allen Belangen des Lebens. Seit Oktober hat sie das Schicksal ins Gütersloher Tierheim gespült. Ihr Halter wurde aufgefordert, sie abzugeben. Die Behörden waren am Zug.

„Cleo hatte einen Beißvorfall mit einem anderen Hund", seither muss sie Maulkorb tragen und wird als „gefährlich" eingestuft. „Sie ist so dankbar, wenn sie Aufmerksamkeit von Menschen erfährt", auch erfahrenen Tierpflegern bricht bei Cleos Anblick das Herz. Sie liebt lange Spaziergänge, auch wenn es an der Leine noch nicht sonderlich gut klappt. Autofahren ist auch kein Problem. „Treppen läuft sie nicht." Bisher zumindest. Cleo ist noch jung und verdient eine zweite Chance. Ein Haus mit Garten wäre toll. Kleinere Kinder sollten besser nicht vorhanden sein.

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Tobi: Holpriger Start ins Leben

Tobi landete in seinem kurzen Leben drei mal im Tierheim. - © Andreas Frücht
Tobi landete in seinem kurzen Leben drei mal im Tierheim. (© Andreas Frücht)

Tobi war eine von insgesamt 56 Katzen, die vor zwei Jahren auf einem Industriegelände in Harsewinkel eingefangen wurden, um der wilden Vermehrung dort ein Ende zu setzen. Die Situation damals geriet aus dem Ruder und machte öffentlich Schlagzeilen. Im Mai 2020 war der schwarze Kater mit den hübschen Flecken auf seinen weißen Pfötchen noch ein Katzen-Baby. Heute ist Tobi ein hübscher ausgewachsener und kastrierter Kater – der letzte Erwachsene aus dem Fang, der ein Zuhause sucht. Alle anderen sind längst untergebracht. „Wir hatten Tobi schon zwei mal vermittelt", aber es ging jedes mal schief.

Die Erkenntnis der Pfleger: Es darf kein anderes Tier im Haushalt wohnen. Tobi schafft es einfach nicht, sich zu vertragen. „Außer mit Katzen aus unserem Tierheim-Stall", da wäre zum Beispiel Kater Ismael, der etwas zurückhaltende Samtpfotenfreund, der in Tobis Körbchen Platz nehmen darf. „Tobi ist gerne draußen", und deshalb wird ein Zuhause gesucht, indem er als Freigänger die Welt erkunden und Mäuse fangen darf. Weil er kastriert, geimpft, gechipt ist, spricht auch nichts dagegen. Wer hat ein Körbchen frei und gewährt Tobi einen dritten und hoffentlich endgültigen Versuch, um im Leben anzukommen?

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Gordon, Barnie und Co.: Allesamt gefunden

Gordon ist zahm. Er ist kastriert und möchte Gesellschaft. - © Andreas Frücht
Gordon ist zahm. Er ist kastriert und möchte Gesellschaft. (© Andreas Frücht)

Eines hübscher als das andere: Kaninchen-Mama Babsi kam mit ihren kleinen Babys Barley und Barnie im März ins Gütersloher Tierheim. Inzwischen haben alle schon die gleiche Größe und zudem ein weiteres „Geschwisterchen". Fundtier Becky ist ebenfalls ein Löwenköpfchen und erst wenige Wochen alt. Als Fundtier wurde sie Mitte April im Tierheim abgegeben und der Spitzen-Mutti Babsi untergeschoben. Klappt prima!

Barnie ist eines von vier Löwenköpfchen im Tierheim. - © Andreas Frücht
Barnie ist eines von vier Löwenköpfchen im Tierheim. (© Andreas Frücht)

„Die Vermittlung sollte am liebsten zusammen passieren, sonst 2 x 2", denn alleine sein mögen die Nager nicht. Deshalb sucht auch der Deutsche Riese Gordon eine nette Dame, mit der er sein Gehege teilen kann. Er ist an Menschen gewöhnt, ziemlich zahm und auch ganz schön verfressen. „Er ist ein richtig tolles Haustier und auch für größere Kinder geeignet." Ein Gehege im Garten wäre vermutlich sein Traum, dazu eine Möhre. Passt!

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Pflegestellen für Katzen gesucht

„Wir haben unzählige Mütter mit Kitten", die sind sehr betreuungsintensiv und können bei all der anderen Arbeit im Tierheim oftmals nicht ausreichend betreut werden. Damit die Katzenkinder jedoch unbeschwert aufwachsen können und sich entsprechend gut entwickeln, sind Pflegestellen seit jeher eine wichtige Säule im Tierschutz. In häuslicher Umgebung werden die Tiere eine Zeit lang aufgenommen und betreut, ehe sie für die Vermittlung zur Verfügung stehen. „Wir suchen ganz dringend Pflegestellen", viele seien abgesprungen, stehen nicht mehr zur Verfügung oder sind bereits besetzt.

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