RegionVerfolgungsjagd: Erst hängt BMW-Fahrer die Polizei ab, dann kommt das überraschende Ende

Streifenbeamte wollen in Bielefeld einen Autofahrer anhalten - doch der Mann gibt plötzlich Vollgas und entkommt. Dann erleben die Einsatzkräfte eine Überraschung.

Jens Reichenbach

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Bielefeld tappte ein BMW-Fahrer in die Falle und lieferte sich danach eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei. - © Symbolfoto CCO Pixabay
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Bielefeld tappte ein BMW-Fahrer in die Falle und lieferte sich danach eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei. © Symbolfoto CCO Pixabay

Bielefeld. Es ist 9.50 Uhr am Donnerstagvormittag, 9. Juni, als ein 3er BMW auf dem Lipper Hellweg in Bielefeld (Höhe Jagdweg) mit 58 km/h geblitzt wird. Erlaubt ist an der Stelle nur Tempo 30. Die Polizeibeamten, die den Temposünder mit der Laserpistole erfasst haben, wollen ihn deshalb herauswinken. Ein Polizist tritt daher auf die Straße und gibt Anhaltezeichen. Kurz darauf kommt es zu einer wilden Verfolgungsjagd.

Lesen Sie auch: Das sind die brisantesten Verfolgungsfahrten der Polizei im Kreis Gütersloh

Wie Polizeisprecherin Hella Christoph mitteilt, verlangsamte der Fahrer der Kombilimousine zunächst seine Fahrt. Der Beamte trat daraufhin an den Rand der Fahrbahn, um dem Fahrer auf einen Parkplatz zu winken, da gab dieser Vollgas und raste mit dem BMW nun mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Osningstraße davon. „Die Polizisten sprangen in ihren Streifenwagen und nahmen die Verfolgung auf. Sie konnten das davonrasende Fahrzeug jedoch nicht mehr einholen", so Christoph. Zu schnell war der Wagen verschwunden.

Führerschein weg und Verfahren wegen eines illegalen Autorennens

Doch die Polizisten geben nicht auf und suchen nach der Limousine. Nur 800 Meter von der Kontrollstelle entfernt finden sie den Wagen mit Bielefelder Kennzeichen auf einem Parkplatz wieder. Als sie vor dem Wagen stehen, kommt ein 54-jähriger Bielefelder auf die Beamten zu und gibt sich als der Flüchtende zu erkennen. Die Beamten stellen den Führerschein des Bielefelders sicher.

Gegen ihn wird ein Strafverfahren wegen „grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fortbewegens als Kfz-Führer zum Erreichen einer höchstmöglichen Geschwindigkeit" sowie „Straßenverkehrsgefährdung durch grobes und rücksichtloses Schnellfahren" eingeleitet. Einfach ausgedrückt: Er muss sich nun wegen des Vorwurfs eines illegalen Autorennens verantworten. Das ist seit ein paar Jahren möglich, auch wenn der Fahrer alleine unterwegs war.