BielefeldZu Tränen gerührt: Spendenaktion für verletzten Hund geht durch die Decke

Nach einem furchtbaren Unfall steht eine junge Frau unter Schock. Danach flattert eine Rechnung über Tausende Euro ins Haus.

Alexandra Buck

Eine Bielefelderin kann ihr Glück kaum fassen. Völlig FRemde haben Geld gespendet, um die Operation ihres verletzten Hundes zu zahlen. - © Symbolfoto
Eine Bielefelderin kann ihr Glück kaum fassen. Völlig FRemde haben Geld gespendet, um die Operation ihres verletzten Hundes zu zahlen. © Symbolfoto

Bielefeld. Diesen Tag wird die Bielefelderin wahrscheinlich nie wieder vergessen: Bei einem Spaziergang wird ihre Hündin Muck von einem Auto angefahren und schwerst verletzt. Lea Wübbenhorst und ihr Freund sind in Herford zu Besuch, als das Unglück geschieht. Beide stehen unter Schock, haben kein Auto zur Verfügung und können ihr Glück gar nicht richtig fassen, als aus dem Nichts eine Familie auftaucht, die sie und den Hund mit Vollgas in die Bielefelder Tierklinik fährt.

An Muck ist nicht mehr viel heile, es ist nicht sicher, ob die junge Hündin überlebt. Dank der engagierten Tierärzte schafft sie es, nach Tagen kommt die erleichternde Nachricht, dass Muck über den Berg ist. Was außerdem kommt, ist die Rechnung. Mehrere Tausend Euro sind zu bezahlen - Geld, dass man nicht mal eben auf der hohen Kante hat.

Hündin Muck sagt "Danke". - © Lea Wübbenhorst
Hündin Muck sagt "Danke". (© Lea Wübbenhorst)

Doch wenn ein geliebtes, vierbeiniges Familienmitglied mit dem Tod ringt, denkt man natürlich nicht an Kosten. Wer Tiere hält und schon einmal in einer solchen Situation war, weiß: In diesem Moment ist nichts mehr von Bedeutung, was zählt, ist, dass das Tier gerettet wird.

Tausende Euro innerhalb weniger Tage

In ihrer Verzweiflung legen Lea Wübbenhorst und ihr Freund eine Spendensammlung in dem Portal gofundme an und erklären, dass sie auf Hilfe angewiesen sind. Unangenehm sei das gewesen, eine angenehmere Alternative gab es aber nicht.

Über die Facebook-Gruppe "Bielefelde/innen 2.0" wurde die NW auf Lea Wübbenhorst und ihr Problem aufmerksam und veröffentlichte einen Artikel über die verzweifelten Hundehalter. In der Hoffnung, dass der eine oder andere ein paar Euros spenden würde. Was dann passierte, hat alle überrascht. Innerhalb weniger Tage spendeten unsere Leser und User Tausende Euros. Manche gaben 10 Euro, andere 100. "Und wir sind jedem einzelnen unendlich dankbar", schrieb Lea Wübbenhorst.

Ein Spender allerdings ragte mit seinem Engagement doch heraus: 1.000 Euro stellte er den Hundehaltern zur Verfügung. 4.735 Euro sind am Ende zusammen gekommen - und alle Rechnungen können bezahlt werden. "Vielleicht sind wir verwandt, vielleicht befreundet und vielleicht kennen wir uns nicht einmal persönlich", schreibt Lea Wübbenhorst auf gofundme. Und das ist der Punkt, der sie am meisten rührt: "Wir Menschen müssen einander nicht kennen, um einander helfen zu können."

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