BielefeldDreist: 32-Jähriger will von Hannover nach Freiburg - ohne Zugticket

Am Hauptbahnhof Bielefeld ist Endstation. Bundespolizisten müssen Zwang anwenden, um den Schwarzfahrer aus dem ICE zu holen. Auf der Wache stellt sich heraus, warum er sich so gewehrt hat.

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Bundespolizisten müssen richtig zugreifen, um einen Schwarzfahrer aus dem ICE zu holen. Auf der Wache wird klarer, warum sich der 32-Jährige so gewehrt hat. - © picture alliance / Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa
Bundespolizisten müssen richtig zugreifen, um einen Schwarzfahrer aus dem ICE zu holen. Auf der Wache wird klarer, warum sich der 32-Jährige so gewehrt hat. © picture alliance / Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Bielefeld. Eine Zugbegleiterin des ICE 656 bat am Samstagmorgen Bundespolizisten in Bielefeld um Hilfe. Ein Fahrgast ohne Fahrschein und Bargeld weigerte sich seit Herford beharrlich den Zug zu verlassen.

In dem mittlerweile am Hauptbahnhof Bielefeld wartenden ICE trafen die Beamten auf einen 32-jährigen Mann. Dieser weigerte sich, nach wie vor den Zug verlassen. Nach eigenen Angaben wollte er von Hannover bis Freiburg fahren, jedoch ohne Ticket. Der Deutsche wurde von der Weiterfahrt ausgeschlossen und wurde seitens der Bundespolizisten aufgefordert, den Zug zu verlassen. Der Mann blieb jedoch stur sitzen und begann, die Einsatzkräfte zu beleidigen. Unter Anwendung von körperlichen Zwang ist der Mann schließlich aus dem Zug geführt worden. Auch hier beleidigte er die Beamten mehrfach und sperrte sich während der Maßnahme.

Gesucht wegen Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz

Zur Feststellung der Identität ist der aus Borna stammende Mann auf die Wache gebracht worden. Auch hier endeten seine Beleidigungen nicht. Weiterhin klagte er über Schmerzen am Daumen, der angeforderte Rettungswagen konnte jedoch keine augenscheinliche Verletzung feststellen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen hat der wohnsitzlose Mann die Wache verlassen. Die mehrfachen Beleidigungen sind mittels Body-Cam dokumentiert worden.

Den polizeibekannten Mann erwarten nun Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Erschleichen von Leistungen, Beleidigung und Hausfriedensbruch. Weiterhin wurde festgestellt, dass er seitens der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben ist.

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