38 Thesen entscheidenWahl-O-Mat zur Landtagswahl in NRW: Welche Partei soll ich wählen?

Am 15. Mai wird der neue Landtag in NRW gewählt. 29 Parteien stehen auf dem Stimmzettel. Welche den eigenen politischen Vorstellungen am nächsten kommt, zeigt der Wahl-O-Mat.

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Der Wahl-O-Mat bietet Orientierung bei der Wahlentscheidung. - © Oliver Berg/dpa
Der Wahl-O-Mat bietet Orientierung bei der Wahlentscheidung. © Oliver Berg/dpa

Bielefeld (dpa). Noch unentschlossene Wählerinnen und Wähler können sich für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen mit dem Wahl-O-Mat Entscheidungshilfe holen. Nun ging das traditionelle Online-Instrument der Bundes- und der Landeszentrale für politische Bildung am Donnerstag an den Start.

Fünf Wochen vor der NRW-Landtagswahl legen die Sozialdemokraten in einer neuen Umfrage zu. SPD und CDU in NRW liegen nun gleichauf auf bei je 30 Prozent. Da die Grünen auf 18 Prozent kommen, würde es derzeit sowohl für ein rot-grünes als auch für ein schwarz-grünes Bündnis reichen. Das ist das Ergebnis des NRW-Checks, einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der 39 NRW-Tageszeitungen.

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Ob CDU oder SPD oder aber kleinere Parteien wie Liebe oder die Tierschutzpartei für Wählerinnen oder Wähler interessant sind, kann anhand von 38 Thesen überprüft werden. Die Themen reichen von der Kohleverstromung und dem Ausbau von Fahrradwegen über die Videoüberwachung öffentlicher Plätze sowie Sonntagsöffnungen von Geschäften bis zum aktuellen Krieg Russlands in der Ukraine. So wird zum Beispiel die Haltung zu deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine abgefragt. 28 von 29 zur NRW-Wahl zugelassene Parteien hätten sich am Wahl-O-Mat beteiligt, sagte Guido Hitze, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung NRW, in Düsseldorf. Lediglich die Kleinstpartei "Demokratie durch Volksabstimmung" schickte keine Antworten

Der Wahl-O-Mat ist über die Jahre immer beliebter geworden. Wurden beim ersten Einsatz in NRW im Jahr 2005 noch 315.000 Nutzungen verzeichnet, waren es bei der Landtagswahl 2017 schon mehr als 2,6 Millionen Aufrufe. Hitze rechnet bei der jetzt anstehenden Wahl mit noch höheren Nutzerzahlen. Rund 13 Millionen Wahlberechtigte dürfen am 15. Mai im bevölkerungsreichsten Bundesland den neuen Landtag wählen.

Intensive Auseinandersetzung wichtig

Kultur-und Wissenschaftsstaatssekretär Klaus Kaiser rief die Menschen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ansätzen der Parteien auf. „Der Wahl-O-Mat kann ein Einstieg in die Entscheidungsfindung sein", sagte er. Mit dem Wahl-O-Mat könnten sich Wähler auf spielerische und reflektierende Weise über die Positionen der Parteien zu zentralen Themen des Wahlkampfs informieren und mit den eigenen Einstellungen abgleichen. Ziel sei es, eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen.

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