BielefeldJahnplatz zwei Wochen komplett dicht - auch für Fußgänger

In den Osterferien: Alle Buslinien werden umgeleitet. Anlieger erhalten Parktickets. Fußgänger müssen durch Tunnel.

Joachim Uthmann

Archivbild vom Jahnplatz - © Andreas Zobe
Archivbild vom Jahnplatz © Andreas Zobe

Bielefeld. Ende Juni soll der neue schöne Jahnplatz (fast) fertig sein. Doch davor ist noch viel zu tun. Eine heiße Phase kündigt die Stadt für die Osterferien an. Ab Montag, 11. April, um 4.30 Uhr werden sämtliche Fahrbahnen über den zentralen Knoten gesperrt. Bis voraussichtlich Montag, 25. April, müssen die rund 900 Busse, die den Platz täglich passieren, umgeleitet werden. Beeinträchtigt sind Fußgänger, Radfahrer, Anlieger und Anlieferer.

Grund für den Einschnitt ist die Asphaltierung der Fahrbahnen, die „in einem Guss" erfolgen soll, wie das Amt für Verkehr betont. Das sei wichtig, weil dem Asphalt Titandioxid zugesetzt wird, das Stickoxide aus Abgasen absorbiere und für bessere Luft sorge – ein besonderes Verfahren.

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Nur durch den Tunnel

Für den Schritt müssten die Fahrbahnen aber auch für den Liefer- und Anliegerverkehr voll gesperrt werden, teilte die Stadt mit. Teils sei die Anlieferung aber von der Friedrich-Verleger-Straße, die fertig ist, oder über Gehwege möglich, so Projektleiter Johannes Preissler. Die Innenhöfe seien nicht erreichbar. Anlieger erhalten aber Tickets für Parkhäuser. Die Zufahrt zum Q-Parkhaus an der Herforder Straße bleibe offen. Die Kreuzung mit der Friedrich-Ebert-Straße ist soweit hergestellt.

Für Fußgänger wird der Jahnplatz in der ersten Ferienwoche mehrere Tage nicht zu überqueren sein. Passanten müssen durch die Passage oder die Stadtbahn-Verteilerebene im Jahnplatztunnel gehen. Dort gibt es auch Aufzüge.

Heftig trifft die Sperrung MoBiel und Fahrgäste. Die wichtigsten Buslinien laufen sonst über den Platz. Sie werden auf einer Route über Elsa-Brändström-, Feilenstraße, Willy-Brandt-Platz, Herforder, Friedrich-Ebert-Straße und Am Kesselbrink umgeleitet, so MoBiel. Entsprechend ändern sich die Haltestellen.

Infobrief an Anlieger

Das Amt für Verkehr ist zuversichtlich, dass ab 25. April, wenn die Schule wieder beginnt, die Fahrbahnen frei sind und die Busse fahren können. Die zwei Ferienwochen wählte es für die Sperrung aus, weil dann deutlich weniger los ist. Die Anlieger werden per Anschreiben informiert.

Preissler rechnet damit, dass die Deckschicht in wenigen Tagen aufgezogen ist. Dann müsse sie aushärten. Es folgen Markierungen und Restarbeiten. Die neuen Haltestellendächer auf der Nordseite stehen mittlerweile. Jetzt werden sie abgedichtet, Leitungen und Lämpchen eingebaut. Dafür steht ein großes Gerüst.

Beleuchtung erst im Sommer

Zum Teil leiden die Arbeiten unter Lieferengpässen in Folge des Ukraine-Krieges, räumte der stellvertretende Amtsleiter Dirk Vahrson ein. Die neue Beleuchtung dürfte wohl erst im Sommer fertig werden. Das gefährde aber nicht die Förderung des Platzumbaus in Höhe von knapp 14 Millionen Euro. Insgesamt geht die Stadt mittlerweile von Kosten in Höhe von 23,8 Millionen Euro aus.

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