Nur 750 Fans zugelassenWegen diffuser Zuschauerregel: Arminia bereitet Klage vor

Borussia Dortmund und der 1. FC Köln lassen Zuschauerbeschränkungen gerichtlich überprüfen. Auch der DSC will die nächsten Schritte einleiten.

Jannis Klimburg

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Bielefeld/Dortmund. Die beiden Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und 1. FC Köln haben auf ihrer Homepage vermeldet, dass sie die Zuschauerbeschränkungen gerichtlich überprüfen lassen werden. Zu diesem Zweck wird der BVB vor dem Oberverwaltungsgericht Münster einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung im Normenkontrollverfahren einreichen.

Weiter heißt es auf der Website des Klubs: "Die zurzeit gültigen Beschränkungen hält Borussia Dortmund für rechtswidrig. Sie verstoßen nach Überzeugung des Fußballklubs gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und das Gleichbehandlungsgebot." Dafür führt der Verein weiter aus, dass in Innenbereichen trotz höherer Ansteckungsgefahr jetzt schon landesweit Veranstaltungen mit hohen prozentualen Auslastungen durchgeführt werden können. Doch die Kapazität im eigenen Stadion stark eingeschränkt wird.

Auch der DSC schaltet sich ein

DSC-Pressesprecher Daniel Mucha hat bestätigt, dass Arminia Bielefeld ebenfalls eine Klage einreichen wird. Am Samstag (15.30 Uhr) beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach sind erneut nur 750 Zuschauer zugelassen. Genauso viele Anhänger verfolgten bereits die zurückliegende Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth in der Schüco-Arena.

"Die aktuellen Regelungen erscheinen willkürlich. Insbesondere die regionalen Unterschiede im Umgang mit den Zulassungsbeschränkungen bei Großveranstaltungen im Freien als auch die Tatsache, dass landesweit Veranstaltungen in Innenbereichen mit einer vergleichsweise sehr hohen Auslastung stattfinden dürfen, haben uns dazu veranlasst, diesen Weg der gerichtlichen Überprüfung zu bestreiten", so die Geschäftsführung des DSC Arminia Bielefeld.

In anderen Bundesländern dürfen mehr Anhänger in die Arenen strömen. So beispielsweise ab dem kommenden Spieltag in Bayern. Die drei Bundesligisten FC Bayern München, Greuther Fürth sowie FC Augsburg dürfen vor bis zu 10.000 Zuschauern (maximal 25 Prozent der Gesamtkapazität) spielen. Auch die Landesregierung in Baden-Württemberg folgte mit einem Beschluss für bis zu 6.000 Fans in Stadien mit 2G-plus-Regel.

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