Ausblick auf weiteren WinterWetterdienst warnt vor Orkan - so wird das Wetter in OWL

Lübbecker Meteorologe Friedrich Föst gibt Entwarnung für die Region. Jetzt wird es lediglich "ruppig". Steht uns im Februar ein Wintereinbruch wie 2021 bevor?

Jemima Wittig

- © CC0 Pixabay
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Bielefeld. Klappernde Rollläden und umgefallene Sichtschutze auf Balkonen - es ist windig in Ostwestfalen-Lippe. Der vom Deutschen Wetterdienst für das Wochenende angekündigte Orkan soll die Region aber nicht treffen. Genau genommen ganz Deutschland nicht, sagt Wetterexperte Friedrich Föst aus dem Kreis Minden-Lübbecke. An Nord- und Ostsee prognostiziert er einen ruppigen Wind und Sturmböen im Osten Deutschlands von etwa 90 Stundenkilometern. "Das ist aber weit weg von Orkanstärke", sagt er und spricht stattdessen von einem "Sturmtief".

Und in der Region? "Hier bekommen wir davon nur einen Streifschuss ab", sagt der Meteorologe. Ab Samstagnachmittag kann es Windböen von 60 bis 70 Stundenkilometern geben. "Der Ostwestfale würde sagen 'Es ist etwas ruppig. Das sind wir hier ja gewöhnt'", sagt Föst.

Ein richtiger Winter sei aktuell nicht in Sicht. Durch ausbleibenden Dauerfrost und Kälte soll es keine Schneemassen wie im Februar vergangenen Jahres geben. Am kommenden Montag sei zwar mit Schneeschauern zu rechnen, das Wetter bleibe aber ansonsten nasskalt und schmuddelig. "Mit Höchstwerten von 10 Grad am Wochenende ist der Winter deutlich zu mild", sagt Föst. In der Regel würden die Temperaturen im Januar leicht über dem Gefrierpunkt liegen. Auch die große Kälte 2021 sei darum außergewöhnlich gewesen. "Es gibt aber solche und solche Winter", meint Föst. "Einen milden Winter hat man immer mal."

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