MelleTödlicher Unfall: Junger Autofahrer (19) verbrennt bis zur Unkenntlichkeit

Tragischer Unfall kurz vor Borgholzhausen: Nach Angaben der Fahrzeughalterin stand der Mann vermutlich unter Alkoholeinfluss und war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

veröffentlicht

Symbolbild - © CC0 Pixabay
Symbolbild © CC0 Pixabay

Melle/Borgholzhausen. Ein tödlicher Verkehrsunfall ereignete sich am frühen Sonntagmorgen, 5. Dezember, auf der Borgholzhausener Straße (L93), etwa 300 Meter vor der Landesgrenze zu NRW. Gegen 6.20 Uhr war über den Notruf zunächst ein brennendes Gebüsch neben der Straße gemeldet worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr mussten die Einsatzkräfte allerdings feststellen, dass es sich um einen verunfallten Pkw handelte, der in Vollbrand stand.

Im Fahrzeuginneren entdeckten die Einsatzkräfte nach dem Ablöschen einen Leichnam, dieser war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Eine Absuche der Umgebung nach weiteren Unfallbeteiligten verlief ergebnislos, heißt es im Polizeibericht.

Links zum Thema
Ersthelfer retten drei Menschenleben und löschen zwei brennende Autos | HK+

Durch polizeiliche Ermittlungen wurde die Fahrzeughalterin des verunfallten Mercedes in einem Hotel in Melle ausfindig gemacht. Polizeibeamte suchten die 22-jährige Frau auf und befragten sie zu ihrem Pkw. Die Frau teilte mit, dass ein 19-jähriger Mann aus Lindern mit dem Auto davongefahren war. Nach Angaben der Zeugin stand der Mann vermutlich unter Alkoholeinfluss und war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Angehörige wurden benachrichtigt

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen fuhr der 19-Jährige über die Borgholzhausener Straße in Richtung Borgholzhausen, als er in einem Waldstück in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abkam, über den Grünstreifen fuhr und von einem Baumstumpf in die Luft katapultiert wurde. Mit dem Dachbereich voran prallte die C-Klasse dann gegen einen Baum.

Lesen Sie auch: Trauer um bekannten Notfallseelsorger und Polizisten aus dem Kreis Gütersloh | HK+

Das Auto wurde bei dem Unfall vollkommen zerstört, der Motorblock herausgerissen. Die Identifizierung des Modells war nur noch anhand des Kennzeichens möglich. Die Ermittler der Polizei gehen zurzeit davon aus, dass der junge Mann unmittelbar beim Aufprall sein Leben verlor. Infolge des Aufpralls geriet das Fahrzeug dann in Brand.

Am Vormittag wurden die Angehörigen des Toten unter Hinzuziehung eines Kriseninterventionsteams benachrichtigt, schildert die Polizei.

Belastender Einsatz für die Helfer

Die Unfallstelle wurde laut Polizeiangaben in einem aufwendigen Unfallaufnahmeverfahren maßstabsgetreu vermessen, die Vollsperrung wurde erst gegen 11.40 Uhr aufgehoben. Das Unfallfahrzeug wurde sichergestellt.

Aufgrund des belastenden Einsatzes fanden bei Polizei und Feuerwehr bereits erste Einsatznachbereitungen statt, weitere Hilfsangebote sind in Vorbereitung.

Lesen Sie auch: Ersthelfer wird noch am Unfallort auf A33 dreist bestohlen | HK+

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.