RegionICE-Sprinter hält nicht in OWL, Landrat kritisiert Deutsche Bahn: Zu Recht?

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Die Deutsche Bahn schafft ICE-Haltestellen in Gütersloh und Bielefeld ab. - © ProWi GT
Die Deutsche Bahn schafft ICE-Haltestellen in Gütersloh und Bielefeld ab. © ProWi GT

+++UPDATE+++ Für diese Pressemitteilung gab es zwei Korrekturen seitens der ProWi GT sowie weitere Ergänzungen:

Kreis Gütersloh (HK/mw). Mit dem Fahrplanwechsel zum 12. Dezember 2021 will die Deutschen Bahn ihr Fernverkehrsangebot optimieren und mit neuen Sprinterverbindungen die Großstädte schneller und besser verbinden. Folge dieser Strategie ist, dass die ICE-Züge weniger Haltebahnhöfe anfahren – das trifft ganz OWL schwer, kritisiert die pro Wirtschaft GT: So fällt der Halt in Bielefeld auf einigen Strecken weg und in Gütersloh wird wohl gar kein ICE mehr halten, heißt es in einer Pressemitteilung, die jedoch nicht korrekt ist.

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Streng genommen fallen keine bereits vorhandenen Verbindungen weg: Es kommen dreimal pro Tag ICE-Sprinter hinzu, die in Köln starten und bis Berlin ohne Stopp durchfahren. Diese werden jedoch nicht in Gütersloh oder Bielefeld halten und auch nicht in Hannover. Es wird jedoch weiterhin ICE-Verbindungen für Bielefeld und Gütersloh geben.

In einer Korrektur der Pressemitteilung heißt es: "So soll es die bestehende ICE-Verbindung von Basel nach Hannover mit Zwischenhalten in Gütersloh oder Bielefeld so nicht mehr geben." Auch das ist nicht richtig, da es entsprechende Haltestellen auf dieser Strecke nicht gibt und diese dementsprechend nicht wegfallen können.

In der teils irreführenden Pressemitteilung kritisiert Landrat Sven-Georg Adenauer das Vorgehen: Diese Entscheidung stehe im krassen Widerspruch zu den Bemühungen des Bundes, das Stadt-Land-Ungleichgewicht aufzuheben: „Gerade der ländliche Raum braucht eine gute ÖPNV-Infrastruktur und vor allem eine stabile und schnelle Anbindung an die Flughäfen und Verkehrsknotenpunkte im Land", sagt Adenauer. Der Verweis der DB auf die alternative IC-Anbindung sei ein schwacher Trost, da diese Verbindungen häufig mit knappen Umstiegszeiten und Risiken, den Anschluss zu verpassen, verbunden sind, so Adenauer.

„Der Kreis Gütersloh gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands mit vielen Geschäftsreisenden, die zu uns kommen und Mitarbeitern aus Unternehmen, die zu ihren Kunden in der ganzen Welt reisen. Solche Entscheidungen wie der Wegfall des ICE-Halts tragen kaum zum angestrebten Verkehrswende in unserer Region bei und schwächen den Wirtschaftsstandort," sagt Nikola Weber, Geschäftsführerin der pro Wirtschaft GT, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Gütersloh.

Landrat Adenauer will sich schriftlich an den zukünftigen Minister im Bundesministerium für Verkehr wenden, um auf den Missstand aufmerksam zu machen und für eine bessere Anbindung des Kreises Gütersloh im Schienennetz der DB zu werben.

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