BielefeldZivilpolizisten staunen: Dealer hat 102 Drogen-Tütchen am Körper

Der Verdächtige wehrt sich vehement gegen die Polizisten. Kurz darauf wissen sie auch warum. Und der 28-Jährige ist auch kein Unbekannter.

Jens Reichenbach

Das Marihuana war in Dutzenden kleinen Tüten in den Taschen des Dealers verteilt. - © Polizei
Das Marihuana war in Dutzenden kleinen Tüten in den Taschen des Dealers verteilt. © Polizei

Bielefeld. Einen mutmaßlichen Dealer mit – sage und schreibe – 102 Tütchen Marihuana in den Taschen haben Zivilpolizisten am Montag, 15. November, in der Bielefelder Innenstadt festgenommen. Letzteres gestaltete sich äußerst schwierig, weil sich der 28-Jährige massiv seiner Festnahme widersetzte.

In einer gemeinsamen Mitteilung berichten Staatsanwaltschaft und Polizei, dass Beamte in Zivil gegen 11.45 Uhr an der Herforder Straße Ecke Stresemannstraße beobachten konnten, wie zwei Männer heimlich Gegenstände austauschten. Für die Beamten sah das nach einem Drogendeal aus.

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Sie gaben sich also als Polizisten zu erkennen und kontrollierten das Duo. Dabei bestätigte sich der Verdacht: „Es war offensichtlich zum Verkauf eines Tütchens mit Marihuana gekommen", so die Behörden.

Normalerweise werden die Drogen in Depots versteckt

Die Beamten nahmen den Verdächtigen vorläufig fest, worauf sich der 28-Jährige vehement widersetzte. „Er leistete derart Widerstand, dass er zunächst am Boden fixiert werden musste." Erst danach konnten die Polizisten den Verdächtigen durchsuchen. Sie staunten nicht schlecht.

Andere Dealer verstecken ihre Drogen in der Regel in kleinen Depots etwa in Gebüschen oder im Pflanzbottich in der Nähe. Dadurch werden sie im Fall einer Festnahme nicht mit zu großen Mengen Betäubungsmittel erwischt. Doch in diesem Fall fand die Polizei bei dem 28-Jährigen 102 Klemmverschluss-Tütchen mit Marihuana sowie Geldscheine in szenetypischer Stückelung.

U-Haft für den Festgenommenen

Dass der 28-Jährige kein blutiger Anfänger ist, zeigte sich dann bei der Überprüfung seiner Personalien: „Gegen den Festgenommenen lag bereits ein Haftbefehl wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor", heißt es in dem Polizeibericht. Kriminalbeamte führten den Beschuldigten schließlich dem Ermittlungsrichter vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft für den 28-Jährigen an.

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