BielefeldVerschärfte Regeln auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt: ein Überblick

Am Donnerstag öffnen rund 100 Buden und Stände. Für Besucher gilt die 2G-Regel. Stoffbändchen sollen ab Montag Kontrollen deutlich erleichtern.

Björn Kenter

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Bielefeld. Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen beraten, unter welchen Bedingungen der Bielefelder Weihnachtsmarkt trotz der steigenden Coronazahlen stattfinden kann. Jetzt steht fest: Für Besucher des heute beginnenden Marktes gilt, wie ab kommender Woche in ganz NRW, die 2G-Regel. „Bielefeld Marketing als Veranstalter hat dies in Abstimmung mit dem Krisenstab der Stadt Bielefeld entschieden", heißt es in einer Mitteilung. Doch wie wird das konkret umgesetzt?

Wie wird die Einhaltung kontrolliert?

Neben dem Ordnungsamt wird ein Sicherheitsdienst die Impfnachweise kontrollieren. An den Verkaufsständen muss von heute bis Samstag ein 2G-Nachweis vorgezeigt werden. Voraussichtlich ab Montag, 22. November, ersetzen kostenlose Stoffbändchen den Nachweis des Impf- oder Genesenenstatus. „Diese haben einen Verschluss, der sich nur einmal schließen und dann nicht wieder öffnen lässt", erklärt Jens Siekmann, Sprecher von Bielefeld Marketing. Aufgrund der 2G-Regelung könne ein Bändchen theoretisch bis zum letzten Tag des Marktes am 30. Dezember genutzt werden.

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Wo wird es die Bändchen geben?

In der Tourist-Info am Niederwall 23 sind die Bändchen unter Vorlage des Impf- oder Genesenenstatus erhältlich. Um größere Warteschlangen zu vermeiden, werden die Stoffnachweise auch an den zahlreichen Glühwein- und Bratwurstständen auf dem Weihnachtsmarkt ausgehändigt. „Sobald die Bändchen vorrätig sind, werden sie an die Standbetreiber verteilt", kündigt Jens Siekmann an. Eine lange Warteschlange vor der Tourist-Info sei nicht im Interesse von Bielefeld Marketing.

„Wir kontrollieren den Impfnachweis in Verbindung mit dem Personalausweis und geben dann das Bändchen aus", sagt André Schneider, Vorsitzender des Bielefelder Schaustellervereins. Dieses dürfe nicht einfach mitgenommen, sondern müsse an Ort und Stelle angelegt werden. Die Schausteller seien froh, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden könne. „Dafür nehmen wir gerne strengere Regeln in Kauf. Alles ist besser, als Investitionen zu tätigen und dann abbauen zu müssen. Ich danke allen Beteiligten für ihre Bemühungen, den Weihnachtsmarkt möglich zu machen", so Schneider.

Brauchen Anwohner und Passanten auch Bändchen?

Für Menschen, die in der Innenstadt wohnen und Passanten, die die Weihnachtsmarktfläche lediglich überqueren, gilt die 2G-Regel nicht. Wer nur Weihnachtseinkäufe erledigen möchte, oder aus einem anderen Grund in der Innenstadt ist, benötigt auch kein Bändchen.

Gelten Bändchen auch als 2G-Nachweis für Lokale?

Dieses Thema werde noch diskutiert, sagt Jens Siekmann. „Die Option liegt auf dem Tisch, wir würden uns natürlich wünschen, dass das so umgesetzt wird", so der Sprecher von Bielefeld Marketing. Noch sei das aber nicht endgültig entschieden.

Wer ist von der 2G-Regel ausgenommen?

Die 2G-Regel gilt bis zum Inkrafttreten einer Regelung des Landes NRW nicht für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr. Diese sowie alle Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter, die an verbindlichen Schultestungen teilnehmen, dürfen den Weihnachtsmarkt besuchen, da sie als getestet gelten. Jugendliche, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, benötigen einen negativen Testnachweis, der nicht älter als 24 Stunden ist, oder einen entsprechenden Nachweis der Schule.

Warum sind Verantwortliche für 2G?

Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing, setzt auf das Verständnis aller Besucher: „Die Bändchen ermöglichen eine schnelle Kontrolle, so dass unsere Gäste einen entspannten, aber vor allem sicheren Weihnachtsmarkt erleben können." Auch für Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger ist das die richtige Entscheidung: „Wir möchten, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden kann, gerade deshalb muss er für alle so sicher wie möglich sein. Die 2G-Regelung durch das Land NRW kommt ohnehin, daher bin ich froh, dass Bielefeld Marketing von Anfang an auf diese Regel setzt", so Nürnberger.

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