Markus Rejek für 2G-RegelUngeimpfte haben es auch bei Arminia künftig schwer

Der 1. FC Köln und der BVB lassen fast nur noch Geimpfte ins Stadion, Arminia dürfte - so kündigte Geschäftsführer Markus Rejek jetzt an - bald nachziehen.

Jan Ahlers

Markus Rejek strebt mit Arminia an, nur noch Geimpfte und Genesene in
die Schüco-Arena zu lassen, um künftig wieder eine Vollauslastung des
Stadions zu ermöglichen. - © Oliver Krato
Markus Rejek strebt mit Arminia an, nur noch Geimpfte und Genesene in
die Schüco-Arena zu lassen, um künftig wieder eine Vollauslastung des
Stadions zu ermöglichen. © Oliver Krato

Bielefeld. Die vollständige Corona-Impfung oder eine nachweislich überstandene Covid-Erkrankung könnte - zumindest für Erwachsene - künftig zum Schlüssel für den Besuch von Heimspielen des DSC Arminia Bielefeld werden. Das kündigte Markus Rejek, kaufmännischer Geschäftsführer des am Samstag in die Saison startenden Bundesligisten, am Freitagabend in der WDR-Lokalzeit an.

"Wir plädieren für 2G und dann auch mit 100 Prozent Vollauslastung", sagte Rejek, "und sehen, dass das rechtlich, aber vor allem auch von der Gefahrenlage her absolut vertretbar ist." Laut einer Umfrage unter Arminia-Fans, die sich für das Spiel am Samstag eine Karte gesichert hätten, seien "mehr als 80 Prozent" geimpft. Alle anderen Fans erhalten auch mit einem maximal 48 Stunden alten negativen Schnelltest-Ergebnis Einlass. Noch.

Zwei Vorreiter aus NRW wenden 2G schon an

Vorreiter sind ligaintern der 1. FC Köln und Borussia Dortmund, die schon an diesem Wochenende fast nur Geimpfte und Genesene in ihre Stadien lassen. Auch Arminias Kontrahenten müssen ihre Zuschauerzahlen bislang aber noch begrenzen. Ein Kontingent von 1.000 Tickets darf nach aktueller Coronaschutzverordnung zudem negativ getesteten Personen vorbehalten werden. Dieses würde Arminia vorrangig Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen, die noch keine Möglichkeit zur Corona-Schutzimpfung hatten oder haben.

"Es ist die Freiheit eines jeden zu sagen, nicht geimpft werden zu wollen. Derjenige soll nicht gezwungen werden", ergänzte Rejek. "Aber wir können nicht die Freiheit für diejenigen einschränken, die geimpft sind." Ob der DSC die 2G-Regel schon zum folgenden Heimspiel gegen Frankfurt am 28. August, zu dem erneut 13.750 Fans (darunter knapp 700 Gäste) zugelassen sind, anwenden wird, ist noch unklar. Der Ticketverkauf für dieses Spiel wurde noch nicht gestartet.

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