Corona-ImpfungenMenschen mit Vorerkrankungen können Impftermine vereinbaren

Ab dem 30. April sind Buchungen für einen Termin im Impfzentrum über die Portale der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe möglich. Ein ärztliches Attest ist nötig.

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Menschen mit Vorerkrankung können Termine im Impfzentrum machen.  - © Pixabay
Menschen mit Vorerkrankung können Termine im Impfzentrum machen.  © Pixabay

Dortmund. Ab Ende April sind weitere Personen impfberechtigt. Das teilte die Pressestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Mittwoch mit. Ab dem 30. April können demnach auch Bürgerinnen und Bürger mit bestimmten Vorerkrankungen einen Corona-Impftermin in einem westfälisch-lippischen Impfzentrum über das Buchungsportal der KVWL vereinbaren. Die Impfberechtigung muss mit einem ärztlichen Attest nachgewiesen werden. Die KVWL weist darauf hin, dass Menschen, die keine Bescheinigung vorweisen, trotz Termin nicht geimpft werden.

Die Termine können entweder online unter www.116117.de oder telefonisch unter 0800 116 117 02 gebucht werden.

Das Angebot richtet sich an:

  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen
  • Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht

Menschen der Jahrgänge 1951 oder früher können weiterhin Termine ausmachen

Darüber hinaus können unverändert Menschen, die 1951 oder früher geboren sind, auch weiterhin Termine für eine Impfung im Impfzentrum ausmachen.

„Immer mehr Bürgerinnen und Bürger erhalten mittlerweile ein Impfangebot und das sind sehr gute Nachrichten. Zum einen hängt dies mit der gestiegenen Impfstoffmenge zusammen, zum anderen aber auch mit der Einbeziehung der niedergelassenen Ärzte in die Impfkampagne. Dank der zahlreichen Impfungen in den Vertragsarztpraxen innerhalb der letzten Wochen hat das Impfen in unserem Landesteil deutlich an Fahrt aufgenommen", erklärt Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL.

Impftermine wie vereinbart wahrnehmen oder stornieren

Der KVWL-Vorstand appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, ihre Impftermine wie vereinbart wahrzunehmen oder, wenn nötig, zu stornieren. Insbesondere aus den Impfzentren höre man, dass immer mehr Mensch nicht zu ihren Impfterminen erscheinen.

Die KVWL vermutet, dass das daran liegt, dass diese Personen zwischenzeitlich ein anderes Impfangebot erhalten haben. "Dass nun immer mehr Bürger die Möglichkeit haben, sich bei ihrem Arzt oder im Impfzentrum zu impfen, begrüßen wir sehr, es darf aber nicht zu führen, dass Kapazitäten unnötig blockiert werden. Das ist nicht nur unsolidarisch, sondern bringt die Abläufe in den Impfzentren und Praxen durcheinander und schadet insgesamt dem Impffortschritt", betont der KVWL-Vorstand.

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