GüterslohGiftköder-Alarm im Kreis Gütersloh? So schützen Sie Ihren Hund

In Gütersloh und Umgebung tauchen immer wieder gefährliche Giftköder auf. Damit kein Vierbeiner der Tierquälerei zum Opfer fällt, gibt es verschiedene Möglichkeiten die Fellnasen zu schützen.

Larissa Kirchhoff

Binnen kurzer Zeit wurden schon zwei verdächtige Fleischstücke im Kreis Gütersloh entdeckt. - © Andreas Frücht
Binnen kurzer Zeit wurden schon zwei verdächtige Fleischstücke im Kreis Gütersloh entdeckt. © Andreas Frücht

Gütersloh. Erst kürzlich warnte die Polizei alle Hundebesitzer in der Stadt vor gefährlichen Giftködern. Ein Hundebesitzer hatte über den Fund eines verdächtig wirkenden Fleischstückes im Dalkepark zwischen dem Westring und der Wiesenstraße informiert. Die Polizei ermittelt in diesem Fall.

Und auch kurz darauf teilte eine Facebook-Nutzerin ein Foto von verdächtigen Fleischstücken am Tilhägerweg in Verl-Sürenheide. Etwa auch Giftköder? Der Polizei ist bislang nichts bekannt. Einen Zusammenhang mit dem Sachverhalt aus Gütersloh halte man aber für höchst unwahrscheinlich, sagt Polizeisprecher Mark Kohnert auf Nachfrage.

Links zum Thema


Zahl der Hunde steigt auf Rekordhoch: Welche Rasse ist die beliebteste?

Zu viel der Zärtlichkeiten: Hundebesitzer geraten in Streit mit Liebespaar


"Ein Maulkorb klingt für viele schlimmer als er letztlich ist"

Der Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung kennt die Giftköder-Problematik. Immer wieder sorgen sich Hundebesitzer um ihre Vierbeiner. Sarah Keulert, Leiterin der Hundeabteilung des Tierheims, appelliert an die Halter. ,,Es gibt sehr gute Trainings für Hunde, die zwar keine Giftköder verschwinden lassen, aber Hund und Herrchen im Umgang mit mutmaßlichen Ködern helfen."

Sollte ein Training bei einem Hund nicht anschlagen, gebe es immer noch den Maulkorb, der den Hund vor Schlimmerem bewahren kann. ,,Ein Maulkorb klingt für viele viel schlimmer, als er ist. Letztlich schützt er den Hund einfach nur vor Ködern und natürlich auch vor anderen Dingen, die nicht zum Fressen geeignet sind. Der Hund gewöhnt sich daran", sagt Keulert.

Nur selten Giftköder-Fälle in der Praxis

Das bestätigt auch Tierärztin Stefanie Kruppke. ,,Bei den einen hilft ein gutes Training in einer Hundeschule, bei den anderen muss es der Maulkorb sein. Meistens kommt es auf die Rasse und den Charakter des Hundes an, manchmal auch auf die Vergangenheit des Tieres. Es ist aber wichtig, für die Halter zu wissen, dass beide Optionen gut zum Schutz des Hundes sind." In ihrer Praxis gebe es nur selten Giftköder-Fälle.

"Ich höre ab und zu von Haltern, dass sie Giftköder entdeckt und beseitigt haben. Zur Behandlung hier in der Praxis kommt es zum Glück nur äußerst selten", erklärt Kruppke. Auch in der Tierarzt-Praxis von Ulrich Jakob Fischer habe es in der letzten Zeit keine Fälle gegeben, heißt es dort.

Diese Hundeschule bietet Anti-Giftköder-Training an

Das Anti-Giftköder-Training sei eine gute Möglichkeit, seinem Hund beim Spazieren Sicherheit zu geben, sagt Lars Kleinhans von der Hundeschule Martin Rütter DOGS Bielefeld/Gütersloh. In seiner Hundeschule gehöre das Trainingsprogramm nämlich schon längst zum Angebot. Sowohl im Eins-zu-eins-Training als auch als Online-Kurs - die Trainingseinheiten seien seit der Pandemie flexibel, erklärt Kleinhans.

,,Wir bringen dem Hund den Umgang mit etwas Unbekanntem bei, auf das er dann ohne menschliche Hilfe reagiert", erklärt der Hundetrainer. Sofern das Training nicht anschlage, empfiehlt auch er den Haltern einen Maulkorb.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.