Zoo Osnabrück: Tierpflegerin von Löwen angegriffen

Die Polizei in Osnabrück bestätigt den Unfall im Raubtier-Gehege. Die Frau habe die Attacke überlebt. Anscheinend war ein Schieber zwischen den Gehegen nicht geschlossen.

Carolin Nieder-Entgelmeier

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Osnabrück. Im Zoo Osnabrück ist eine Tierpflegerin beim Reinigen des Geheges von einem Löwen angegriffen worden. "Die 25-Jährige wurde beim Öffnen einer Tür von einem Löwen überrascht und angesprungen", erklärt ein Sprecher der Polizei Osnabrück. "Die Tierpflegerin wurde dabei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und wird aktuell stationär in einem Krankenhaus behandelt." Auch der Zoo Osnabrück bestätigte den Vorfall mittlerweile.

Der Unfall passierte um 11.37 Uhr und hätte nach Angaben des Polizeisprechers noch deutlich schlimmer ausgehen können. "Die Tierpflegerin konnte trotz der überraschenden Attacke noch die Tür zum Gehege zuschlagen. Sie hat sehr schnell reagiert. Das war Glück im Unglück." Der Polizeisprecher erkläre zudem: "Nachdem festgestellt wurde, dass kein Fremdverschulden vorliegt, wird nicht weiter ermittelt. Das war ein klassischer Betriebsunfall, wenn auch ein außergewöhnlicher."

Schieber anscheinend nicht geschlossen

Auch der Geschäftsführer des Zoos, Andreas Busemann, äußerte sich mittlerweile in einer Pressemitteilung. "Wir sind gerade alle geschockt und wünschen erstmal unserer Mitarbeiterin alles Gute. Zum Glück besteht keine Lebensgefahr, sie wird im Krankenhaus behandelt. Wir sind sehr froh, dass es ihr den Umständen entsprechend gut geht", wird Busemann zitiert.

Die Tierpflegerin habe sich im Rahmen ihrer notwendigen Arbeit im Vorgehege zum Außengehege der Löwen aufgehalten. Im Außengehege befanden sich die Löwen. Anscheinend, so heißt es in der Mitteilung, war ein Schieber zwischen den Bereichen nicht geschlossen. Ein Löwe konnte so die Pflegerin attackieren und am Rücken verletzen. Auch der Zoo betont, dass die Tierpflegerin nicht in Lebensgefahr schwebe - Zoomitarbeiter haben bereits mit ihr gesprochen, heißt es weiter.

Besucher dürfen den Zoo aktuell nicht betreten

Besucher waren während der Attacke nicht im Zoo, weil Tierparks aufgrund der Corona-Einschränkungen in Niedersachsen aktuell nicht öffnen dürfen. Die Löwenanlage mit dem Namen Mapungubwe wurde nach Angaben des Zoos zum Teil Ende 2020 nach Umbau und Vergrößerung in Betrieb genommen.

Insgesamt leben fünf Löwen in dem Gehege: Katze Shaba sowie die vier Männchen Amani, Mahiri, Kipangi und Nakuru. Welcher der Löwen die Tierpflegerin angegriffen hat, ist noch nicht bekannt. Der Zoo war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

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