Kasse verweigert Geld für Krebs-Medikament einer Bielefelder Mutter

Im November hatte Jessica Dubkevics eine Online-Spendensammlung für eine dreifache Mutter gestartet, die einen Gehirntumor hat. Nur mit diesen Spenden wird eine weitere Therapie ermöglicht.

Birgit Guhlke

Jessica Dubkevics, die Initiatorin der Kampagne "Hope for Jane", ist selbst Mutter und hofft so, das Leben der Ex-Frau ihres Partners retten zu können.
Jessica Dubkevics, die Initiatorin der Kampagne "Hope for Jane", ist selbst Mutter und hofft so, das Leben der Ex-Frau ihres Partners retten zu können.

Bielefeld/Leopoldshöhe. Es gibt Hoffnung für Christiane „Jane" Schulcz aus Bielefeld. Dank vieler Spenden kann die dreifache Mutter eine neue Therapie bekommen, die helfen soll, dass ihr Gehirntumor zumindest nicht weiter wächst. Ins Leben gerufen hat diese Spendenaktion eine Leopoldshöher Familie.

Jessica Dubkevics hatte die Internet-Spendenkampagne „Hope for Jane" gestartet, um rund 30.000 Euro für eine Therapie zu sammeln, deren Kosten die Krankenkasse für Jane Schulcz nicht übernimmt. Auch ein Widerspruch auf die erste Absage der Kostenübernahme hat daran nichts geändert, wie Jessica Dubkevics jetzt berichtete. „Es ist wieder abgelehnt worden", sagt die 30-Jährige.

Die neue Therapie ist jetzt gestartet

Jessica Dubkevics hat die Spendenaktion für Christiane "Jane" Schulcz, gestartet. Deren Vater Arweds Puke hofft, dass sie so gemeinsam seiner schwerkranken Tochter helfen können. - © Birgit Guhlke
Jessica Dubkevics hat die Spendenaktion für Christiane "Jane" Schulcz, gestartet. Deren Vater Arweds Puke hofft, dass sie so gemeinsam seiner schwerkranken Tochter helfen können. (© Birgit Guhlke)

Jane ist die Ex-Frau von Jessica Dubkevics Lebenspartner. Die Familien verstehen sich gut, die Kinder sind oft bei dem Vater in Leopoldshöhe. Und so haben alle mitbekommen, wie alles begann. Die unerklärlichen Schmerzen bei Jane Anfang vergangenen Jahres. Die Untersuchung im Krankenhaus. Die Diagnose Gehirntumor. Die Chemotherapien. Die Operationen. Der Schlaganfall während der zweiten OP. Die Lähmungen danach. Die Nachricht, dass der Tumor wieder gewachsen ist. Der Hinweis eines behandelnden Arztes auf das Medikament Avastin, das seiner Patientin möglicherweise helfen könnte. „Sie haben die Therapie damit jetzt angefangen", sagt Jessica Dubkevics und atmet hörbar aus. Alle zwei Wochen bekommt die 44-Jährige eine Infusion. Eine kostet 4.500 bis 5.000 Euro.

Die Leopoldshöherin wollte etwas tun, nicht aufgeben, nicht akzeptieren, dass Jane die vielleicht letzte verbliebene Therapiemöglichkeit versagt bleibt. Also hat sie die Spendenaktion gestartet und noch ein Spendenkonto für diejenigen eröffnet, die etwas geben möchten, den Onlineweg aber nicht nutzen können oder wollen. Und es hat geholfen.

Auch ein Fernsehteam ist auf die Aktion aufmerksam geworden

Nach einem Bericht in der Zeitung war auch noch ein Fernsehteam auf das Thema aufmerksam geworden, hat einen Beitrag gedreht. Bislang haben 266 Menschen gespendet, kleine Beträge, große Beträge. Markus Hinz von der Westfalen-Tankstelle in Asemissen hat Waffeln gebacken und den Erlös gespendet. „Die Aktion war mega", sagt Jessica Dubkevics und dankt jedem einzelnen Spender. Viele haben gute Wünsche hinterlassen im Netz.

Jetzt hoffen sie alle, dass sich ein Erfolg einstellt, dass dann die Krankenkasse doch die weiteren Kosten übernimmt. Sie könne verstehen, „dass die Krankenkasse nicht zahlt, wenn es nicht wirkt". Aber erst mal weitermachen. Weiter hoffen, weiter glauben. Und Jane unterstützen. Bei der Therapie, beim Leben.

Info
Die Kampagne für die Bielefelderin Christiane „Jane" Schulcz läuft weiter. Spenden sind möglich unter Hope for Jane.

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