So verläuft die Vergabe für einen Impftermin in OWL

Am 1. Februar gehen in NRW die Impfzentren an den Start. Mehr als 300.000 Menschen in Westfalen-Lippe sind dann impfberechtigt.

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Dortmund. Nach den Corona-Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen über die mobilen Teams startet bald auch die Arbeit in den 27 Impfzentren in Westfalen-Lippe. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit. Laut Landesgesundheitsministerium werde es in ganz NRW am 1. Februar soweit sein.

Geimpft werden hier zunächst Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind und einen Termin vereinbart haben. Die Kommunen werden hierfür in den nächsten Tagen ein Informationsschreiben an die mehr als 300.000 Impfberechtigten in Westfalen-Lippe verschicken.

Die Terminvergabe

Die Terminvergabe erfolgt online und telefonisch ab Montag, 25 Januar um 8 Uhr. In Westfalen-Lippe können impfberechtigte Bürger unter www.116117.de einen Termin vereinbaren. Zudem wird auch eine Terminvergabe unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 sowie ausschließlich in Westfalen-Lippe auch unter 0800 116 117 02 (täglich von 8 bis 22 Uhr) möglich sein.

Die KVWL weist darauf hin, dass man einen Stift und Papier bereithalten sollte, um sich den Termin und möglicherweise weitere Informationen zu notieren. Die Terminvereinbarung können auch Angehörige und Vertrauenspersonen übernehmen. "Um einen vollständigen Impfschutz zu gewährleisten, wird neben dem Termin für die Erstimpfung auch ein weiterer Termin für die zweite Schutzimpfung vereinbart", teilt die KVWL mit.

Zu Beginn kann es aufgrund der großen Nachfrage zu längeren Wartezeiten am Telefon kommen. Die KVWL betont, dass nur die Menschen, die das Informationsschreiben erhalten haben, berechtigt sind, einen Termin zu vereinbaren. Vor dem 25. Januar finde keine Vergabe statt, es gebe auch keine Wartelisten.

Vorgehen im Impfzentrum

"Die Kapazitäten der Impfzentren werden der äußerst dynamischen Entwicklung bei der Impfstoffzulassung und -produktion angepasst und nach und nach ausgeweitet - abhängig vor allem von den zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen", so die Kassenärztliche Vereinigung.

In Westfalen-Lippe gibt es 27 Impfzentren, sieben davon in Ostwestfalen-Lippe. So läuft die Impfung in einem der Zentren ab:

  1. Im Impfzentrum wird zunächst die Impfberechtigung überprüft. Dies erfolgt bei den Senioren mittels Personalausweis.
  2. Neben dem Ausweis sollten Bürger auch ihre elektronische Gesundheitskarte (Krankenkassenkarte) und ihren Impfpass mitbringen. Außerdem sollten sie unbedingt einen Mund-Nasen-Schutz tragene, denn auch im Impfzentrum gelten die allgemeinen Hygienevorschriften während der Corona-Pandemie.
  3. Bevor es mit der Impfung losgeht, erhalten die Impflinge die Möglichkeit, sich noch einmal ausführlich über die Impfung zu informieren und sich von einem Arzt beraten zu lassen.
  4. Die Impfung wird dann von einem Arzt oder medizinisch geschultem Personal durchgeführt.
  5. Anschließend können die Bürger noch etwa 30 Minuten zur Nachbeobachtung im Impfzentrum verbleiben.
  6. Die Impfung wird in den Impfpass eingetragen, sollte dieser nicht vorhanden sein, erhalten die Bürger eine Impfbescheinigung.
  7. Die zweite Schutzimpfung erfolgt nach etwa drei Wochen und ist notwendig, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit erhält. Die zweite Impfung findet ebenfalls im Impfzentrum statt und läuft genau wie die erste Impfung ab.

"Nicht alle auf einmal"

"Wir können nur so viele Termine vergeben, wie Impfstoff da ist - und dieser ist im Moment begrenzt", werden Dirk Spelmeyer, Volker Schrage und Thomas Müller vom KVWL-Vorstand zitiert. "Das sollte aber nicht zu Frust oder gar Verunsicherung unter den Bürgerinnen und Bürgern führen." Jeder, der möchte, werde geimpft - "nur eben nicht alle auf einmal". Es sei wichtig, dass die Menschen bei allem Enthusiasmus, der durch die zugelassenen Impfstoffe in der Gesellschaft entstanden sei, realistisch blieben.

Spelmeyer, Schrage und Müller appellieren zudem an die Bürger, umsichtig und geduldig zu bleiben. "Es stellen sich viele Fragen, aber nicht zu jeder Frage gibt es schon Antworten. Wann jemand einen Termin bekommt, wann die weiteren priorisierten Personengruppen dran sind, welcher Impftstoff verimpft wird - all diese Fragen hängen in erster Linie von einem Faktor ab: der Impfstoffverfügbarkeit", werden sie zitiert. Sie seien zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen zunehmend mehr Impfdosen zur Verfügung stehen werden.

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