Kreis stellt klar: Schüler mit Krankheitssymptomen werden nach Hause geschickt

Wenn Schüler ihre Masken vergessen, sollen sie ein Exemplar gestellt bekommen. Ansonsten sind Erziehungsberechtigte und die Schüler selbst dafür verantwortlich, die Masken zu beschaffen.

Anja Hustert

Ab Mittwoch gehört nicht nur der Ranzen, sondern auch eine Gesichtsmaske zur notwendigen Schulausstattung - © Anja Hustert
Ab Mittwoch gehört nicht nur der Ranzen, sondern auch eine Gesichtsmaske zur notwendigen Schulausstattung (© Anja Hustert)

Gütersloh. Mittwoch startet die Schule. Und nach dem Erlass der NRW-Schulministerin herrscht jetzt auch Klarheit, wie das aussehen soll. Viel diskutiert wird die Maskenpflicht. Roland Thiesbrummel, Leiter des Fachbereichs Schule und Jugend bei der Stadt Gütersloh, bezeichnet sie jedoch „als vorsichtigen Versuch, in den Regelbetrieb einzusteigen".

Die Kreisverwaltung Gütersloh weist ausdrücklich auf die Maskenpflicht hin. „Sie besteht auf dem Schulgelände und im Schulgebäude, ab Klasse fünf auch im Unterricht", schreibt die Pressestelle. Erziehungsberechtigte und die Schüler selbst seien dafür verantwortlich, die Masken zu beschaffen. „Das Mitbringen einer Ersatzmaske für einen Schultag kann nützlich sein", meint Susanne Zimmermann von der Stadt Gütersloh. Für diejenigen, die ihre Maske vergessen, stelle das Land Kontingente zur Verfügung. Diese seien bereits bei der Bezirksregierung in Detmold eingetroffen und auf dem Weg in die Kommunen, von wo aus sie an die Schulen verteilt werden. Die Stadt habe auch noch einmal die Zahl der Desinfektionsspender in den Schulen erhöht, so Zimmermann.

Landrat Adenauer erinnert Reiserückkehrer an Testpflicht

Schülerinnen und Schüler, die einen Schnupfen haben, sollen für 24 Stunden zu Hause bleiben, betont die Kreisverwaltung. Treten keine weiteren Symptome auf, können die Kinder dann wieder am Unterricht teilnehmen. „Bei sonstigen Symptomen wie Husten oder Halskratzen darf die Schule nicht besucht werden. Eine Klärung durch einen Arzt ist sinnvoll", heißt es beim Kreis. Schüler, die trotz Symptomen zur Schule kommen, würden unverzüglich nach Hause geschickt.

Landrat Sven-Georg Adenauer erinnert in diesen Tagen Urlaubsrückkehrer noch einmal an ihre Testpflicht: Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, ist verpflichtet, einen negativen Coronatest vorzulegen, anderenfalls begibt man sich in Quarantäne. Für Rückkehrer aus dem Ausland wird eine Testung innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland empfohlen. „Diese Tests sind kostenlos und sollten unbedingt wahrgenommen werden, das dient der Gesundheit aller", betont Adenauer. Auch Lehrer können sich mit Schulbeginn alle 14 Tage kostenlos freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Zimmermann: „Die Schulleitungen stellen eine Bestätigung über die Präsenz des Lehrpersonals aus, mit dem dann der freiwillige kostenlose Test beispielsweise beim Hausarzt erfolgen kann."

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