Erste Polizeiwache in NRW dicht: Polizisten fordern Corona-Tests

Die Deutsche Polizeigewerkschaft will eine ähnliche Regelung wie bei Mitarbeitern in Kitas erreichen. "Die innere Sicherheit kann nur mit gesunden Kollegen aufrecht erhalten werden", heißt es.

Björn Vahle

Symbolbild - © Gerhard Seybert - Fotolia
Symbolbild (© Gerhard Seybert - Fotolia)

Düsseldorf/Bielefeld. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) spricht sich in der Corona-Pandemie für kostenlose Tests für Polizeibeschäftigte aus. "Die innere Sicherheit kann nur mit gesunden Kolleginnen und Kollegen aufrecht erhalten werden", heißt es in einer Mitteilung.

Die Gewerkschaft fordert: "Vor die Lage kommen, vorher testen und nicht nur nach positiven Tests reagieren!" Die Fallzahlen in Deutschland stiegen. Allein am Freitag meldete das Robert-Koch-Institut 870 Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2.

Die Gewerkschaft verwies darauf, dass Anfang der Woche im nordrhein-westfälischen Marl bereits eine Polizeiwache geschlossen werden musste, weil sich ein Beamter infiziert hatte. Wie lange sie geschlossen bleiben muss, ist noch unklar. Getestet werden sollen zunächst nur Beamte aus dem direkten Umfeld des Polizisten - und nicht alle in der Wache Beschäftigten.

Reihentests wie in Kitas und Schulen?

Die DPolG verweist in der Forderung auf die Testpraxis für Kita- und Schulmitarbeiter in NRW. Diese können sich ab dem 3. August im Zwei-Wochen-Rhythmus freiwillig testen lassen, die Kosten übernimmt das Land NRW. "Das ist auch unsere Forderung, Herr Minister, übernehmen Sie", heißt es in der Mitteilung.

Aktuell werden sogenannte Reihentests, also regelmäßige Tests bei allen Beschäftigten, nur dann überhaupt durchgeführt, wenn es bereits Fälle in Einrichtungen oder bei Firmen gibt. Sie können bei bestimmten Berufsgruppen auch vom Gesundheitsamt angeordnet werden, zum Beispiel in Kliniken und Pflegeheimen, wenn das regionale Infektionsgeschehen das anzeigt.

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