Fluchtversuch: Falschparkerin reißt Bielefelder Polizisten mit

Audifahrerin will sich Polizeikontrolle entziehen. Beamter schleudert gegen Auto der Flüchtenden

Jens Reichenbach

Die Frau tauchte plötzlich auf, stieg vor den wartenden Beamten in ihren Wagen und gab Gas. - © Symbolfoto: Pixabay Creative Commons
Die Frau tauchte plötzlich auf, stieg vor den wartenden Beamten in ihren Wagen und gab Gas. (© Symbolfoto: Pixabay Creative Commons)

Bielefeld. Weil eine Autofahrerin sich einer Polizeikontrolle entziehen wollte und dabei einen Beamten mit sich riss, muss sich eine 36-jährige Bielefelderin wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte verantworten.

Wie Polizeisprecherin Hella Christoph mitteilte, war ein Streifenwagenteam am Samstag gegen 9.45 Uhr auf eine Falschparkerin an der Friedrich-Ebert-Straße aufmerksam geworden. Ein Audi mit Warnblinklicht stand dort in zweiter Reihe auf dem linken der zwei Fahrstreifen.

Sie tauchte auf, stieg vor dem Beamten ein und startete den Motor

Die Polizisten hielten hinter dem leeren Audi, um dem Fahrer bei einer vermeintlichen Panne zu helfen. Doch im oder am Fahrzeug war niemand zu sehen.

Plötzlich kam die Fahrerin des Audis zu ihrem Fahrzeug: „Sie schloss trotz Ansprache durch die Beamten den Audi auf, stieg ein und startete den Motor", berichtet Christoph. Ein Polizist sei daraufhin an die Fahrertür getreten, habe an den Griff der Tür gefasst und durch den geöffneten Fensterspalt nach dem Führerschein der 36-jährigen Bielefelderin gefragt. „Diese äußerte, nur eben eingekauft zu haben und nun keine Zeit mehr zu haben", sagt Christoph. Als der Polizist nach ihrem Führerschein fragte, schloss sie das Seitenfenster und fuhr los.

Beamter schleudert gegen den anfahrenden Audi

Durch das abrupte Losfahren wurde der Polizist, der den Türgriff weiterhin festhielt, gegen den Wagen gerissen. Nach wenigen Metern hielt die Bielefelderin doch noch an und händigte schließlich dem verärgerten Beamten, der dabei nicht verletzt wurde, ihren Führerschein aus.

Die Beamten fertigten Anzeigen wegen Falschparkens (Ordnungswidrigkeit) und wegen Widerstands (Strafverfahren).

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