Aus der Region22-Jähriger baut Cannabis im Kleiderschrank an

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Symbolbild - © CC0 Pixabay
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Melle (HK). Die Meller Polizei hat vor mehreren Monaten aus der Bevölkerung einen Hinweis auf zwei Bissendorfer bekommen, die an ihrem Wohnort und der Umgebung mit Drogen handeln sollten. Im Rahmen der Ermittlungen sind jetzt die Wohnungen der 22 und 38 Jahre alten Männer durchsucht worden. Bei dem 22-Jährigen wurden unter anderem Marihuana und Ecstasytabletten in geringen Mengen, Teile von Cannabispflanzen sowie eine elektronische Feinwaage und umfangreiches Verpackungsmaterial für Drogen gefunden.

Außerdem hatte der Mann in zwei Räumen jeweils in einem Kleiderschrank Beleuchtungs- und Belüftungstechnik für den Anbau von Cannabispflanzen so eingebaut, dass diese von außen nicht zu erkennen war. Eine bereits blühende Cannabispflanze, Bargeld sowie drei Messer, die unter die Vorschriften des Waffengesetzes fallen erhärteten den Verdacht.

Drogen an Minderjährige verkauft

Bei dem älteren Mann wurden ebenfalls eine geringe Menge Marihuana und eine elektronische Feinwaage gefunden. Darüber hinaus wurden Munition für eine Handfeuerwaffe und einige nicht zugelassene Feuerwerkskörper sichergestellt.

In ihren Vernehmungen machten die Männer keine Angaben zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen. Nach der Auswertung von Smartphonedaten sowie der Vernehmung weiterer Zeugen erhärtete sich der Verdacht gegen das Duo.

Der 22-Jährige wird verdächtigt, von August 2018 bis März 2019 in 52 Fällen Marihuana und Ecstasytabletten an einen Kreis von 21 Abnehmern aus Bissendorf sowie der Stadt und dem Landkreis Osnabrück verkauft zu haben. Strafverschärfend könnte sich dabei auswirken, dass es sich in 13 dieser Fälle bei den Abnehmern noch um Minderjährige handelte.

Ermittlungsverfahren auch gegen Abnehmer

Dem 38-jährigen Mann wird vorgeworfen, von Oktober 2018 bis März 2019 in vier Fällen Marihuana an andere Personen aus dem Landkreis Osnabrück verkauft zu haben. Dabei soll er über eine Verkaufsmenge von 70 bis 100 Gramm der Droge verfügt haben. Die beiden Männer befinden sich aktuell auf freiem Fuß, da keine ausreichenden Haftgründe gegen sie vorlagen. Gegen die Abnehmer der beiden Männer wurden ebenfalls Ermittlungsverfahren wegen des Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetzt eingeleitet.

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