Sechs Esel büxen aus und halten die Polizei auf Trab

Gefährliche Begegnung am frühen Morgen. Freilaufende Vierbeiner halten Polizei auf Trab

Jens Reichenbach

Solche Esel standen am frühen Mittwochmorgen plötzlich mitten auf der Straße. Die Polizei eilte mit Blaulicht zu den sechs ausgebüxten Tieren. - © Symbolfoto: Pixabay Creative Commons
Solche Esel standen am frühen Mittwochmorgen plötzlich mitten auf der Straße. Die Polizei eilte mit Blaulicht zu den sechs ausgebüxten Tieren. (© Symbolfoto: Pixabay Creative Commons)

Bielefeld-Windflöte. Kurz vor 5 Uhr morgens standen plötzlich mehrere Esel vor dem Auto eines Verkehrsteilnehmers auf der Gasselstraße. Der Mann konnte seinen Wagen trotz Dunkelheit, Nebel und schlechter Sicht gerade noch stoppen, bevor es zu einem schwerwiegenden Unfall kam.

Wie Polizeisprecherin Hella Christoph mitteilte, hatte der Verkehrsteilnehmer am Mittwochmorgen mehrere freilaufende Esel gemeldet, die offenbar ohne menschliche Begleitung in Richtung Bekelheider Straße unterwegs waren. „Die Beamten der Leitstelle schickten Streifenwagen zum Einsatzort und versuchten zeitgleich den Tierbesitzer zu ermitteln.“ Mit einem freilaufenden Esel im Dunkeln zusammenstoßen, kann sehr gefährlich sein, hieß es am Morgen noch aus der Leitstelle.

Auf der Weide warteten noch neun weitere Esel und zwei Ponys

Umso eiliger waren die Beamten am Einsatzort. Gleichzeitig erreichten Beamte den Esel-Besitzer telefonisch, so dass sich auch der auf den Weg zu seinen entflohenen Unpaarhufern machte.

Polizisten und Besitzer gelang es schließlich gemeinsam, die Tiere zu ihrer Weide am Oerkamp zurückzugeleiten. „Gegen 6 Uhr waren alle Freigänger wieder auf ihrer Wiese.“ Dort warteten noch neun zurückgebliebene Esel und zwei Ponys bereits auf die Rückkehr der Ausreißer.

Wildtiere hatten den Weidezaun niedergerissen

Der Eigentümer stellte schließlich fest, dass der Weidezaun offenbar durch Wildtiere an einer Stelle nieder gerissen worden war, so dass die neugierigen Esel die Gelegenheit für einen morgendlichen Spaziergang außerhalb ihrer Weide nutzen konnten.

Zum Glück: „Weder Tiere noch Verkehrsteilnehmer kamen durch den Ausflug zu schaden“, betonte Christoph.

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