Bielefelder Polizei fassungslos: Mann fährt 40 Jahre Auto ohne Führerschein

Die Notlüge eines 60-jährigen Autofahrers aus Enger wird zum Boomerang. Beamte staunen Bauklötze, als er ihnen sein Geheimnis verrät

Jens Reichenbach

Symbolfoto - © Andreas Frücht
Symbolfoto (© Andreas Frücht)

Bielefeld. Bei einer Verkehrskontrolle an der Petristraße staunten Polizeibeamte nicht schlecht, als ihnen am Montagmittag ein Autofahrer mitteilte, dass er bereits seit 40 Jahren ohne gültige Fahrerlaubnis Auto fahre.

Wie Polizeisprecher Michael Kötter mitteilte, stoppte eine Streifenwagenbesatzung gegen 13.15 Uhr den Fahrer eines E-Klasse-Mercedes aus dem Kreis Herford. Der 60-Jährige am Steuer sagte, dass Portemonnaie und Personaldokumente zu Hause liegen würden.

Den Fahrzeugschein aus der angeblich vergessenen Geldbörse gereicht

Als die Beamten nach weiteren Papieren fragten, zog der Mercedesfahrer einen Fahrzeugschein hervor – „allerdings aus der im Fahrzeuginnenraum liegenden Geldbörse", so Kötter. Jetzt wurden die Beamten skeptisch.

Und tatsächlich: In dem Portemonnaie fanden sie weitere Ausweise und einen Führerschein. Bei der Überprüfung des 60-Jährigen fiel dann auf, dass der Mann bereits seit 40 Jahren kein Auto mehr steuern durfte.

"Ich habe niemals Probleme bekommen"
Der Ertappte beteuerte, trotzdem in den 40 Jahren durchgehend Auto gefahren zu sein und niemals Probleme bekommen zu haben. Die dürften aber nun auf den 60-Jährigen zukommen.

"Auch wenn jemand das erste Mal ohne Fahrerlaubnis gefahren ist, kann die Strafe bei mehreren Hundert Euro liegen", sagte Polizeisprecherin Hella Christoph. In manchen Fällen können Täter sogar mit einer Freiheitsstraße rechnen. In diesem Fall komme es drauf an, so Christoph, ob "der Mann vorher schon auffällig gewesen ist oder nicht?" Der 60-Jährige versprach den Polizisten, das Autofahren künftig zu unterlassen.

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