Die zehn größten Fehler beim Grillen

Anneke Quasdorf

Beim Grillen gibt es einiges zu beachten. Ein Experte verrät, worauf es wirklich ankommt. - © Pixabay
Beim Grillen gibt es einiges zu beachten. Ein Experte verrät, worauf es wirklich ankommt. (© Pixabay)

Bielefeld/Altkreis Halle. Grill an, Wurst drauf, lecker - so einfach ist es nicht. Gerade beim Grillen gibt es eine Vielzahl von Regeln, die zu beachten sind, um am Schluss wirklich gutes Fleisch auf dem Teller zu haben. Und es gibt 10 Kardinalfehler. Welche das sind, verrät einer, der es wissen muss: Mario Maric ist Geschäftsführer des Steakhauses Argentina, das es seit über 20 Jahren in Bielefeld gibt.

1. Verschmutztes Rost benutzen

Versteht sich eigentlich von selbst. Viele denken aber, dass die eingebrannten Fettreste keine Rolle spielen. Klarer Fall von Denkste. Zum einen siedeln sich auch auf eingebrannten Resten Bakterien an, zum anderen nimmt das frische Grillgut so den Geschmack des alten an. Also: Den noch warmen Grill nach dem Essen immer mit der Stahlbürste reinigen.

2. Falsche Kohle verwenden

Fleisch nimmt immer auch den Geschmack der Holzkohle an, die man benutzt. Abgesehen von gesundheitlichen Aspekten ist es deshalb auch aus kulinarischen Gründen wichtig, auf Qualität und Holzart zu achten.

3. Fleisch direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill

So gart das Äußere schnell und verbrennt, während sich im Inneren noch gar nichts tut. Lieber eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur anwärmen lassen.

4. Rost nicht ölen

Je nach Breite der Stäbe reißt beim ersten Wenden sonst ein Großteil der gegrillten Außenkruste ab.

5. Fleisch zu oft wenden

"Auf dem Grill wird Fleisch nur einmal umgedreht", sagt Mario Maric. Dies dient zum einen der Zartheit, zum anderen der Ästhetik. Denn nur so entsteht ein schönes Grillmuster.

6. Zu viel oder zu wenig Abstand zur Kohle

Zu wenig Abstand verhunzt das Fleisch, es verbrennt außen und bleibt innen roh. Zu wenig Abstand ist auch nicht schöner: "Dann kann man das Fleisch auch gleich kochen", sagt Mario Maric.

7. Zu spät salzen

Wenn das Fleisch auf den Grill kommt, öffnen sich sofort die Poren. Dann ist der perfekte Zeitpunkt zum Salzen, weil das Gewürz schön einziehen kann. Nachsalzen bringt meist nicht viel.

8. Garpunkt mit Durchschneiden prüfen

Es sei denn, man möchte sein Fleisch furztrocken. Dann ist diese Methode die beste. Für alle, die lieber saftiges Fleisch essen und unsicher sind, gibt es nur das Garthermometer. Darum auch nie mit der Gabel wenden, sondern immer die Grillzange.

9. Aluschalen verwenden

"Dann kann man das Fleisch auch gleich in der Pfanne braten", sagt Mario Maric. Außerdem lösen Salze und Säuren Aluminiumione aus den Schalen, die jetzt auch nicht gerade gesund sind.

10. Grillen mit Bier

Egal, ob man Flammen damit löscht oder Fleisch mariniert, beides ist eine schlechte Idee. Das Löschen wirbelt Asche auf, die sich dann auf dem Fleisch ablegt. Außerdem ist die Hitze der Glut dahin. Auch als Marinade eignet sich Bier nicht, das Fleisch wird dadurch nur bitter.

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