Schrecklicher Fund: Heftiger Fall von Tierquälerei in Bielefeld

Ingo Kalischek

Fundort See: Hier wurde die Leiche des Labrador/Retriever- Rüden geborgen. - © Wolfgang Rudolf
Fundort See: Hier wurde die Leiche des Labrador/Retriever- Rüden geborgen. (© Wolfgang Rudolf)

Bielefeld. Beamte der Bielefelder Polizei haben am Ostermontag einen toten Hund im Teich der Heeper Fichten gefunden. Er war in ein blaues Bettlaken eingewickelt.

Ein Anrufer hatte die Beamten gegen kurz vor 18 Uhr darauf aufmerksam gemacht. Bei dem Hund soll es sich nach Angaben um einen schwarzen, unkastrierten Labrador/Retriever- Rüden handeln. Kräfte der Bielefelder Feuerwehr zogen das tote Tier aus dem Wasser. Dabei stellten sie fest, dass der Hund massive Kopfverletzungen hat.

"So etwas habe ich noch nicht gesehen"

Er wurde anschließend von der Bielefelderin Christina Schmidt mit einem Tiertaxi in eine Tierklinik gebracht und untersucht. "So etwas habe ich noch nicht gesehen", sagt Schmidt auf Anfrage der NW. Sie betreibt das Tiertaxi in Bielefeld seit 2012. Zunächst sei sie davon ausgegangen, dass es sich bei der Verletzung um eine Schusswunde handelt. Untersuchungen und Röntgenaufnahmen in der Tierklinik Bielefeld hätten jedoch ergeben, dass die Kopfverletzungen auf massive und stumpfe Gewalteinwirkung zurückzuführen sind. "Das war absolut kaltblütig", sagt Schmidt.

"Die gesamte vordere Schädeldecke war zertrümmert und der angrenzende Nasenknochen gebrochen", so Schmidt weiter. An mehreren Stellen sei die Haut aufgeplatzt. "Das muss mit einem schweren Gegenstand passiert sein."

Die Polizei sucht den Halter des Hundes

Der Hund sei nicht gechippt. Die Polizei hat inzwischen laut einer Mitteilung am Dienstagvormittag den Halter ermittelt. Es soll sich nach Angaben von Sprecher Hella Christoph um einen Bielefelder handeln, der aufgrund von Zeugenaussagen ermittelt werden konnte. Die genauen Hintergründe sind noch nicht bekannt. Die Beamten ermitteln jetzt, ob das Tier mutwillig getötet wurde.

Den Halter erwartet nach ersten Erkenntnissen unter anderem eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz. Der Hund ist nach Angaben der Polizei rund 30 bis 40 Kilogramm schwer, die Schulterhöhe beträgt rund 50 Zentimeter. Der Hund hat weißes Fell an der Brust. Hinweise zum Halter nimmt die Polizei entgegen unter Tel. 0521-5450.

Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Christina Schmidt: "Mir fehlen für Menschen, die zu so etwas fähig sind, die Worte..." Ihr Beitrag wurde bis zum Dienstagmorgen bereits knapp 900 Mal geteilt. Auch in den knapp 300 Kommentaren bringen Facebook-User ihr Unverständnis zum Ausdruck.

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