Lehrergewerkschaft ruft zu Warnstreik an Schulen in OWL auf

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Protestaktion: In Hannover traten Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter und Erzieher bereits am Montag in den Warnstreik. - © picture alliance/dpa
Protestaktion: In Hannover traten Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter und Erzieher bereits am Montag in den Warnstreik. (© picture alliance/dpa)

Bielefeld (nw). Nach ergebnislosem Verlauf der zweiten Tarifrunde ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Bezirk Detmold für  kommenden Donnerstag zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Am Donnerstag sei eine regionale Kundgebung in Bielefeld geplant, heißt es in einer Mitteilung.

"Beeinträchtigungen des Schulbetriebs"

Barbara Ritter, Vorsitzendes des GEW-Kreisverbands Gütersloh, erwartet eine gute Streikbeteiligung, die Stimmung der Tarifbeschäftigten sei kämpferisch: „Die öffentlichen Arbeitgeber müssen sich bewegen, unsere Forderungen sind berechtigt." Ritter rechnet mit Beeinträchtigungen des Schulbetriebes auch in Gütersloh und Umgebung. Ebenso seien die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder, unter anderem die Schulsozialarbeiter, und die pädagogischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase sowie die Hochschulbeschäftigten aufgerufen.

Wegen des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst haben erste Warnstreiks bereits begonnen. Die Gewerkschaften Verdi, GEW und der Beamtenbund dbb haben Beschäftigte bundesweit aufgerufen die Arbeit etwa in Ämtern, Schulen, Unikliniken oder der Polizei niederzulegen. Den Anfang machten Hunderte Sozialpädagogen und angestellte Lehrer am Montag in Niedersachsen. Etwa 30 bis 45 Schulen in Braunschweig, Wolfsburg, Nienburg, Hannover, Osterode, Göttingen, Stade und Osnabrück seien von den Arbeitsniederlegungen betroffen, teilte ein GEW-Sprecher mit.

Positionen liegen noch weit auseinander

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und die Tarifgemeinschaftdeutscher Länder (TdL) liegen mit ihren Positionen noch weit auseinander. Das Forderungspaket – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten soll es sechs Prozent, mindestens 200 EURO mehr Gehalt pro Monat geben und  eine verbesserte Eingruppierung angestellter Lehrkräfte  - haben die öffentlichen Arbeitgeber als überzogen abgelehnt. In NRW arbeiten allein rund 40.000 der bundesweit insgesamt 200.000 tarifbeschäftigten Lehrkräfte.

Mit Material von dpa

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