Das Unternehmen "Schuhpark" ist insolvent

Die GmbH beschäftigt über 900 Mitarbeiter - auch in OWL gibt es viele Filialen. Die Sanierung des Unternehmens soll in Eigenverantwortung geschehen.

Matthias Schwarzer

Bereits im Oktober hatte das Unternehmen angekündigt, die Schuhpark-Filiale an der Berliner Straße 4 in Gütersloh zu schließen.  - © Andreas Frücht (Archiv)
Bereits im Oktober hatte das Unternehmen angekündigt, die Schuhpark-Filiale an der Berliner Straße 4 in Gütersloh zu schließen.  (© Andreas Frücht (Archiv))

Warendorf. Die Schuhpark Fascies GmbH aus Warendorf, einer der führenden Schuhhändler Deutschlands, hat beim Amtsgericht in Münster einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die GmbH beschäftigt über 900 Mitarbeiter - auch in OWL gibt es viele Filialen. Die "Flagship-Stores" befinden sich in Bielefeld, Detmold, Münster und Warendorf. Weitere Filialen finden sich in Versmold, Steinhagen, Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock und Bad Salzuflen.

Grund für die Insolvenz sei die schwierige Markt- und Wettbewerbssituation - nicht zuletzt begründet durch den heißen Sommer 2018 sowie veränderte Rahmenbedingungen wie den Online-Handel, heißt es.

Betrieb läuft weiter, Gehälter werden gezahlt

Der Geschäftsbetrieb in den bundesweit 89 Filialen laufe auch im Eigenverwaltungsverfahren unverändert fort. Lieferantenbeziehungen würden nicht beeinträchtigt. „Die Geschäfte bleiben geöffnet, unsere Kunden werden auch weiterhin wie bewährt bedient", wird Geschäftsführer Bernhard Fascies zitiert.

"In den kommenden Wochen werden wir Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufnehmen und einen Plan zur Neuaufstellung des Unternehmens erarbeiten", erläutert Rechtsanwalt Dr. Georg Bernsau, der das Unternehmen bei der Sanierung unterstützt.

Das Unternehmen habe schon zu Jahresanfang damit begonnen, mit besonderen Verkaufsaktionen die Sanierung zu begleiten. Auch in den nächsten Wochen sei mit solchen Sonderaktionen zu rechnen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Löhne und Gehälter für drei Monate durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert sind, seien über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen informiert worden.

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