WertherPools sind plötzlich nicht mehr cool - Werther warnt vor Wasserknappheit

Auch auf Rasensprengen und Autowaschen sollten die Bürger daher unbedingt verzichten.

Anja Hanneforth

Gartenpools in Werther sollten derzeit nicht mit Trinkwasser befüllen werden. - © Pixabay
Gartenpools in Werther sollten derzeit nicht mit Trinkwasser befüllen werden. © Pixabay

Werther. Es sind schlechte Nachrichten, die Volker Kahmann vom städtischen Wasserwerk verkünden muss: Aufgrund fehlender Niederschläge und hoher Trinkwasserverbräuche ruft die Stadt die Bürgerinnen und Bürger zum Wassersparen auf. Das heißt: Sie sollten derzeit weder mit Trinkwasser ihre Gartenpools befüllen, noch ihren Wagen waschen, ihre Pflanzen oder den Rasen sprengen. Wer hat, sollte dazu allenfalls Regenwasser aus seiner Zisterne nutzen.

„Aufgrund der aktuellen Witterungslage ist der derzeitige Trinkwasserverbrauch stark angestiegen", bilanziert Kahmann. Daher sei es unbedingt nötig, vorausschauend und rücksichtsvoll mit dem wertvollen Gut umzugehen. „Wir merken an unseren Messstellen, wie die Grundwasserpegel schlagartig sinken. Das hat uns aufgerüttelt und uns veranlasst, mit dieser Warnung an die Bürger heranzutreten", so der Ingenieur. Zumal von oben ja nichts nachkäme.

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„Wir müssen unbedingt eine Verknappung des Grundwassers vermeiden", so Kahmann. Auf Anfrage sagt er, dass die städtischen Trinkwasserbehälter aktuell noch ausreichend gefüllt seien. „Über Nacht, wenn kaum jemand Wasser verbraucht, können wir sie bisher gut auffüllen." Er sagt aber auch, dass die Stadt sehr genau registriere, dass in anderen Kommunen bereits das Trinkwasser rationiert werden muss. „Soweit wollen wir auf keinen Fall kommen. Daher warnen wir lieber rechtzeitig. Denn wir haben erst Anfang Juli. Die Trockenphase kann also noch zwei Monate anhalten."

Auch wenn der Rasen dann nicht mehr schön grün aussieht: Die Stadt bittet darum, aktuell auf das Rasensprengen zu verzichten.  - © Pixabay
Auch wenn der Rasen dann nicht mehr schön grün aussieht: Die Stadt bittet darum, aktuell auf das Rasensprengen zu verzichten.  (© Pixabay)

Auswirkungen der Wasserknappheit spürt die Stadt dennoch: So spricht Kahmann von steigenden Kosten für die Aufbereitung der zusätzlich geförderten Rohwassermenge.

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