WertherAuf dieser Strecke werden Autofahrer bald viel Geduld brauchen

Die Straße Hägerfeld erhält auf ihrer gesamten Länge eine neue Asphaltdecke. Das geht nur bei einer Vollsperrung. Und so ganz schnell wird diese wohl auch nicht aufgehoben.

Anja Hanneforth

Vor dem Dorfladen geht's rein ins Hägerfeld. Hier sollen die Arbeiten im Juni starten. - © Anja Hanneforth
Vor dem Dorfladen geht's rein ins Hägerfeld. Hier sollen die Arbeiten im Juni starten. © Anja Hanneforth

Werther-Häger. Sind es nun gute Nachrichten von Straßen.NRW oder schlechte? Kommt wahrscheinlich auf die Perspektive an. Für diejenigen, die sich schon lange über die marode Fahrbahndecke der Straße Hägerfeld ärgern, sicher gute. Für diejenigen, die diese Straße täglich nutzen und sich demnächst auf weite Umleitungen einstellen müssen, wohl eher schlechte. Fest steht, dass das Hägerfeld eine neue Tragschicht bekommt. Im Juni, schätzt die Landesstraßenbaubehörde, kann mit den Arbeiten begonnen werden.

Das Hägerfeld verbindet auf 3,3 Kilometern Länge die Ortsteile Häger und Jöllenbeck. Eine viel befahrene Straße, die inzwischen an zahlreichen Stellen einem Flickenteppich gleicht. Vor allem Richtung Jöllenbeck hat sie in den vergangenen Jahren stark gelitten. Nun also steht sie im Ausbauprogramm von Straßen.NRW ganz oben auf der Liste.

Komplett neuer Unterbau ist nicht geplant

Viele Male ist die Straße Hägerfeld schon geflickt worden. Nun soll sie grundlegend saniert werden und auf ihrer gesamten Länge eine neue Tragschicht bekommen. - © Anja Hanneforth
Viele Male ist die Straße Hägerfeld schon geflickt worden. Nun soll sie grundlegend saniert werden und auf ihrer gesamten Länge eine neue Tragschicht bekommen. (© Anja Hanneforth)

„Einen komplett neuen Unterbau wird sie allerdings nicht bekommen", relativierte Sven Johanning, Sprecher der Bielefelder Straßenbauer, sogleich. Dennoch müsse sie an manchen Stellen 30 Zentimeter tief abgefräst werden, um die schwersten Schäden zu beheben. Überhaupt wird die ganze obere Fahrbahndecke entfernt und erneuert.

Die Ausschreibung ist bereits erfolgt, die Angebote der Fachfirmen liegen vor. Aktuell stecke man im Vergabeverfahren. „Läuft alles nach Plan, wollen wir im Juni loslegen", kündigt Sven Johanning an. Zum finanziellen Aufwand konnte er noch keine genauen Angaben machen, doch rund eine Million Euro dürfte die Maßnahme wohl kosten.

Der Ausbau wird sowohl für die Anlieger als auch die täglichen Nutzer mit erheblichen Einschränkungen verbunden sein. „Mit sechs Metern ist die Straße zu schmal, als dass wir den Verkehr einseitig an der Baustelle vorbeiführen könnten. Es wird also eine Vollsperrung geben müssen", so Johanning.

Anwohner werden Häuser erreichen können

Man werde aber sicherstellen, dass die Anwohner während der Bauzeit zu ihren Häusern kommen können. Daher sei man noch in der Planung, ob die gesamte Strecke auf einmal oder in mehreren Abschnitten saniert wird. „Vermutlich wird es auf Letzteres hinauslaufen." Für die Autofahrer wird es zwei Umleitungsstrecken geben: Wer von Häger Richtung Jöllenbeck will, fährt über Lenzinghausen und die Bielefelder Straße, wer von Jöllenbeck nach Häger will, muss über die Beckendorfstraße und ab Schröttinghausen über die Schröttinghausener Straße ausweichen. Das bedeutet für die Autofahrer teils erhebliche Umwege, „ist aber leider nicht anders zu lösen", bedauert Johanning.

Wie lange die Autofahrer die Baustelle umfahren müssen, steht noch nicht fest. „Aber in drei Wochen lässt sich eine so große Maßnahme nicht umsetzen", so Johanning.

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