WertherDieses Museum will Besuche mit Corona-Tests ermöglichen

Aktuell ist das Museum geschlossen, aber die guten Erfahrungen der Terminbuchungen im März sollen fortgesetzt werden. Derzeit wird an einem Konzept für eine Öffnung mit Test und Termin entwickelt. Dennoch wird eine Ausstellung in diesem Jahr ausfallen.

Uwe Pollmeier

Der künstlerische Leiter David Riedel, hier vor einem Werk der Ausstellung „Dunkle Jahre, voller Farben", hofft auf praktikable Lösungen für den Museumsbetrieb. - © Claus Meyer
Der künstlerische Leiter David Riedel, hier vor einem Werk der Ausstellung „Dunkle Jahre, voller Farben", hofft auf praktikable Lösungen für den Museumsbetrieb. © Claus Meyer

Werther. Das Museum Peter August Böckstiegel hat mit dem Ziehen der Corona-Notbremse durch das Land Nordrhein-Westfalen seit einigen Tagen wieder geschlossen. Das war auch zu Ostern so und und gilt auch für das Café Vincent. Allerdings könnte es sein, dass sich bald wieder die Türen öffnen.

„In dieser Woche werden wir uns sehr schnell zusammensetzen, um über eine Öffnung für getestete Personen nachzudenken", teilt David Riedel mit. Für den künstlerischen Leiter sei dies „natürlich eine Option, die wir hier auch umsetzen möchten". Er hoffe, dass damit bald wieder ein sicherer Museumsbetrieb für das Team und natürlich für die Besucherinnen und Besucher möglich sei. Er hoffe, dass die Entscheidung in dieser Woche falle, jedoch sei sie natürlich auch davon abhängig, ob es vielleicht bis dahin schon wieder neue Vorgaben seitens der Politik gibt.

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Sofort ausgebucht

Zufrieden ist Riedel mit der zwischenzeitlichen Öffnung an zwei März-Wochenenden. „Die Terminbuchungen liefen sehr gut an. Unsere Besucherinnen und Besucher hatten Verständnis für die Corona-Hygienemaßnahmen und die Buchungsmodalitäten", sagt Riedel. Der Aufenthalt im Museum sei, das belegten die Einträge im Gästebuch, als sehr angenehm empfunden worden. Die vier Tage sein mit jeweils 120 möglichen Plätzen ausgebucht gewesen. „Wir haben die Termine am Dienstagmorgen auf der Homepage eingestellt und waren noch am selben Tag ausgebucht", sagt Riedel.

Durch die Schließungen im vergangenen Jahr (16. März bis 9. Juli sowie ab dem 2. November) war das Museum auch nur maximal sechs Monate geöffnet. Da überrascht es nicht, dass die jährlichen Besucherzahlen von 25.591 (2019) auf 10.868 (2020) sanken.

Sobald das Museum wieder geöffnet ist, können Besucher noch bis zum 27. Juni die Werke von Conrad Felixmüller sehen. Danach soll ab dem 11. Juli und bis zum Jahresende eine neue Böckstiegel-Ausstellung mit dem Titel „Das frühe Werk 1910 bis 1913" folgen. Aufgrund der unsicheren Öffnungssituation sei das die beste Lösung.

„Die eigentlich für dieses Jahr geplante dritte Ausstellung ’Geste. Informel. Privat’ mit hochkarätigen Werken der 1950er-Jahren aus einer westfälischen Privatsammlung zeigen wir dann ab Januar 2022", sagt Riedel. Diese Ausstellung liege ihm besonders am Herzen. Sie musste schon einmal verschoben werden, die Leihgeber hätten, so David Riedel, aber großes Verständnis für die Situation des Museums und hätten somit einer weiteren coronabedingten Verschiebung zugestimmt.

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