Wie Werther, Halle und Borgholzhausen mehr Touristen gewinnen wollen

Ekkehard Hufendiek

Auch das Museum Böckstiegel ist Teil einer „Ravensberger Landpartie". Die Kommunen Halle, Borgholzhausen und Werther haben sich zusammengeschlossen, um Touristen drei Erlebnispakete anzubieten. - © Birgit Nolte
Auch das Museum Böckstiegel ist Teil einer „Ravensberger Landpartie". Die Kommunen Halle, Borgholzhausen und Werther haben sich zusammengeschlossen, um Touristen drei Erlebnispakete anzubieten. (© Birgit Nolte)

Werther/Halle/Borgholzhausen. Touristen sind rar, erst recht in Coronazeiten. Deswegen will Sandra Wursthorn mehr zahlende Gäste nach Werther locken. „Ich glaube, bei touristischen Dingen braucht man einen langen Atem", sagt die Tourismusbeauftragte der Stadt. Sie unterstützt ihre Beharrlichkeit mit einer guten Idee: der Herausgabe von Gutscheinen. Im Dreierpack spendiert sie sie künftig Wanderern, Wochenendtouristen oder Teilnehmern an Stadtführungen.

Zur Förderung des Tourismus hatte sich Sandra Wursthorn schon seit 2018 mit ihren Kolleginnen Annegret Prell aus Halle und Tamara Kisker aus Borgholzhausen zusammengetan. Alle drei Frauen arbeiten in ihren Kommunen als Tourismusbeauftragte. Grund für den Zusammenschluss waren die schwachen Zahlen im Tourismussektor. Außerdem sei das Werben um Gäste aus der nahen und fernen Umgebung „alleine vielleicht etwas mau", erklärte Wursthorn. So haben sie die sogenannte „Ravensberger Landpartie" aufgelegt. Unter diesem Label bewerben sie ihre drei Ortschaften als gemeinschaftliche Urlaubsregion.

„Unser Ziel ist auch, die heimische Gastronomie zu unterstützen"

In der Ravensberger Landpartie haben sie drei ausgesuchte Erlebnispakete für Tages- und Wochenendtouristen zusammengeschnürt. Tamara Kisker erklärt: „Durch die Erlebnispakete können wir uns viel besser positionieren". Ein Erlebnispaket verbindet die Orte mittels drei Stationen: So beginnt ein Kurzreisevorschlag mit einem Frühstück in Halles Hotel Grünwalde, führt zum Mittagessen in den Borgholzhausener Landgasthof Potthoff und endet schließlich mit einem Besuch in Werthers Peter-August-Böckstiegel-Museum. Kurzspaziergänge sind integriert. „Von Kultur, über Aktivprogramm bis hin zum klassischen Einkaufserlebnis ist meist für jeden etwas dabei", sagt Sandra Wursthorn. Ihre Kollegin Annegret Prell ergänzt: „Unser Ziel ist auch, die heimische Gastronomie zu unterstützen".

Dabei setzen die drei Frauen als Multiplikator beim Werben nicht nur auf eine Veröffentlichung in der Presse oder den Internetseiten der Rathäuser sondern auch auf die Begeisterung der Gäste selbst – und ihr Mitteilungsbedürfnis. Denn sie erhoffen sich reichlich Mund-zu-Mund-Propaganda.

Annegret Prell (von links), Tamara Kisker und Sandra Wursthorn haben 2000 Gutscheine zum Tourismus-Projekt Ravensberger Landpartie aufgelegt. - © Ekkehard Hufendiek
Annegret Prell (von links), Tamara Kisker und Sandra Wursthorn haben 2000 Gutscheine zum Tourismus-Projekt Ravensberger Landpartie aufgelegt. (© Ekkehard Hufendiek)

2.000 Gutscheine sind bislang gedruckt

Förderlich dafür sind wohl auch die Gutscheine im Dreierpack: Bevor, während oder nachdem die Reisenden die Natur und die Kultur der drei Orte kennenlernen oder kennengelernt haben, können sie die Gutscheine einlösen. In Werther etwa im Café Bossert, wo sie eine Kaffeespezialität bekommen. In Halle im Tee- und Kaffeeparadies, wo sie zwei Schokoladen- und Trüffelherzen erhalten, und im Borgholzhausener Ladencafé Heinrich Schulze, wo sie ein Lebkuchenherz empfangen.

2.000 Dreierpack-Gutscheine sind bislang gedruckt. Die sind perforiert, lassen sich falten und in ein bequemes Taschenformat überführen. Herausgegeben werden können sie von Stadtführern, touristischen Partnerbetrieben wie etwa Reisebusunternehmen und natürlich auch von den Tourismusbeauftragten. Sandra Wursthorn ist sicher: „Es wird ein Erfolg".

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