WertherDarum ist das Böckstiegel-Museum nicht nur im Inneren sehenswert

Das Museum Peter August Böckstiegel wird mit einem Landespreis ausgezeichnet. Der Jury gefällt unter anderem der Blick aus dem Café, welcher eine besondere Perspektive präsentiere.

veröffentlicht

Das Böckstiegel-Museum befindet sich in direkter Nachbarschaft zum roten Wohnhaus des Künstlers in Werther-Arrode. - © Anja Hustert
Das Böckstiegel-Museum befindet sich in direkter Nachbarschaft zum roten Wohnhaus des Künstlers in Werther-Arrode. © Anja Hustert

Werther (HK/clam). Das Museum Peter August Böckstiegel gehört in diesem Jahr zu den „vorbildlichen Bauten in Nordrhein-Westfalen". Das Land zeichnet unter dem gleichlautenden Motto 30 Bauwerke aus, die es für richtungweisend hält. 273 Bauwerke waren in der Auswahl. Die Auszeichnung findet am 16. November im Düsseldorfer Kunstmuseum K 21 statt.

Ina Scharrenbach, Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, sowie Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, überreichen dann Urkunden und Gebäudeplaketten an die Architektinnen und Architekten sowie die Bauherrinnen und Bauherren. Im Fall des Museums Peter August Böckstiegel sind dies die Architekten André Habermann und Christian Decker aus Lemgo, die Planergruppe GmbH Oberhausen als Landschaftsarchitekten und die Peter-August-Böckstiegel-Stiftung als Bauherrin.

In der Jurybegründung für das Museum in Werther heißt es: „Der Museumsneubau für das Werk des regional bedeutenden, aber seinerzeit auch überregional gut vernetzten expressionistischen Künstlers wurde als Ergebnis eines Wettbewerbs an einem Ort realisiert, den dieser selbst vielfach als Motiv für Gemälde seiner Heimat und seines Elternhauses gewählt hatte."

„Richtungweisend für die kommenden Jahre"

Die Jury begrüße es ausdrücklich, dass den Besuchern diese Perspektive insbesondere beim Blick aus dem Museumscafé gleichsam als gerahmtes Bild präsentiert werde. Trotz seiner kubistischen Formensprache wirke das Gebäude formal zurückhaltend und füge sich sehr gut in die umgebende Kulturlandschaft ein. Die Ausstellungsräume des Museums seien angesichts des in die Landschaft geduckten Baukörpers überraschend großzügig und hoch, was von der Jury ausdrücklich positiv gewürdigt werde.

„Im landschaftlich lieblichen Lipperland ist ein funktional wie gestalterisch herausragendes Bauwerk entstanden, das das Erbe seines wohl bedeutendsten Künstlers vorbildlich und publikumswirksam in Szene setzt", schließt die Begründung. Und liegt hier geografisch allerdings knapp daneben.

Ästhetisch richtungsweisend

„Die ausgezeichneten Bauwerke haben zum einen stadtbildprägende Wirkung und zeugen von der hohen Baukultur in unserem Land", sagt Ministerin Ina Scharrenbach allgemein über den Wettbewerb. Jurymitglied und Architekt Markus Müller erklärt: „Das sind Architekten und Bauherren, die Gebäude realisiert haben, die in ästhetischer, technischer, sozialer oder städtebaulicher Hinsicht als richtungsweisend für die kommenden Jahre gelten können."

Im Anschluss an die Preisverleihung werden alle 30 ausgezeichneten Arbeiten in einer Ausstellung im Haus der Architekten am Zollhof 1 in Düsseldorf öffentlich vorgestellt. Die Ausstellung wird vom 30. November bis 29. Dezember zu sehen sein. Zu den ausgezeichneten Bauwerken gehören neben dem Museum Peter August Böckstiegel unter anderem auch die Ankergärten in Bielefeld und das Museums- und Kulturforum Arnsberg.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.