WertherSo soll Werthers Innenstadt verschönert werden

Claus Meyer

Tunnel am Freibad - © Claus Meyer
Tunnel am Freibad © Claus Meyer

Werther. Geht es um Werthers Innenstadt, so hat Landschaftsarchitektin Claudia Ermshausen konkrete Ideen, wie diese (noch) schöner werden kann. Drei Vorentwürfe für drei Stellen in der City stellte sie am Dienstag im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt vor.Da ist einmal der Tunnel am Freibad, durch den man unter anderem direkt zur Mobilitätsstation gelangt. Graffiti dominieren die Wände. Das Drängelgitter am Ausgang zum Edeka ist in die Jahre gekommen. Neben dem Fußweg gegenüber vom Freibad gibt es eine Blühwiese nebst Hecke.

Ermshausen schlägt vor, ein neues schräges Drängelgitter zu installieren. Im Tunnel soll es eine Anti-Vandalismus-Beleuchtung geben, und die Wände sollen künftig professionelle Graffiti mit Böcktstiegel-Motiven zieren. Eine Skulptur, Zierobstbäume und ein „Fenster" in der Hecke könnten zudem die benachbarte Blumenwiese weiter aufwerten. 80.000 Euro sind für die Gestaltung am Tunnel veranschlagt. Ermshausens Pläne ließen sich schon für knapp 28.000 Euro umsetzen.Teurer würde es dagegen bei ihren Vorentwürfen für Stadtpark und Jugendzentrum. Der Stadtpark könnte durch mehr Aufenthaltsqualität aufgewertet werden, nachdem in den vergangenen Jahren schon einiges in dieser Richtung passiert ist.

Skulptur "Im Zwiespalt erblüht 2.0" von Anke Brandt - © Claus Meyer
Skulptur "Im Zwiespalt erblüht 2.0" von Anke Brandt (© Claus Meyer)

Ermshausens Überlegungen beinhalten zum Beispiel eine naturnahe Steinschüttung und Bepflanzung am Teichufer, Sitzfelsen sowie Bänke. Der unebene Fußweg könnte mit rotem Pflaster eine optische Belebung erhalten. „Die Sanierung ist abhängig vom Untergrund", sagte Claudia Ermshausen. Hier bestehe eine gewisse Unsicherheit. Knapp 171.000 Euro veranschlagt die Landschaftsarchitektin für den Park, allein 135.000 Euro entfielen auf den Fußweg. Vorgesehen sind für den Stadtpark beim ISEK lediglich 80.000 Euro.

„Das ist ein schönes Konzept"

Auch das 20.000-Euro-Budget für das Jugendzentrum wird im Vorentwurf mit geschätzten 29.600 Euro gesprengt. Im Maßnahmenkatalog enthalten sind beispielsweise, zum Meyerfeld hin den Boden an der Platane zu entsiegeln und Graffitiwände aufzustellen; zur Bielefelder Straße hin die nicht genutzte Tischtennisplatte zu demontieren, Bäume zu pflanzen und als Rückzugsraum für die Jugendlichen ein Holzdeck an der ehemaligen Sporthalle zu errichten.Im Paket übersteigen die Kosten für die Vorentwürfe den Etat also um rund 48.000 Euro. Bürgermeisterin Marion Weike empfahl dem Ausschuss dennoch, dem Vorschlag zuzustimmen, um ihn bei der Bezirksregierung einzubringen und Fördergeld zu beantragen. Dem wurde einstimmig gefolgt.

„Das ist ein schönes Konzept", sagte Weike. Die Diskussion darüber müsse der neue Rat führen. Eine Frage war, ob man die Tunnel-Graffiti nicht den „freien" Künstlern überlässt, um beim Stadtpark Kosten zu sparen. Claudia Ermshausen gefällt aber die Idee mit Böckstiegel-Motiven. Die könnten den „wilden" Künstlern Respekt abverlangen. Und sie können mit Versiegelung vorm Übersprühen geschützt werden. „Das kostet aber", sagte der sachkundige Bürger und Malermeister Herward Lieneweg (CDU).

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