„Es nervt einfach nur noch“: Anwohner beobachten immer mehr rasende Autos

Claus Meyer

Durch diesen Abschnitt der Voßheide darf man bis zur Bäckerei Welter fahren. Ansonsten wird die Straße gern genutzt, um die weiträumige Umleitung zu vermeiden. - © Claus Meyer
Durch diesen Abschnitt der Voßheide darf man bis zur Bäckerei Welter fahren. Ansonsten wird die Straße gern genutzt, um die weiträumige Umleitung zu vermeiden. (© Claus Meyer)

Werther-Theenhausen. „Es nervt einfach nur noch", sagt Anwohner Stephan Feldmann. Der „Schleichverkehr" durch die Voßheide habe Züge angenommen, die nicht mehr zu tolerieren seien, teilt er dem Haller Kreisblatt mit.

„Gefüllt alle Meller nehmen mittlerweile unsere Voßheide als Schleichweg. In einem rasenden Tempo. Von morgens bis abends." Von Ordnungshütern und Stadt fühlen er und weitere Anwohner sich im Stich gelassen, die Reaktionen seien gleich null. „Gerast wird hier ohne Ende, und keinen interessiert es", so Feldmann. Schon vor ein paar Wochen hatten die Anwohner öffentlich ihr Leid geklagt, dass viele Fahrer die Straße nutzen, um die weiträumige Umleitung zu vermeiden.

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„Die Voßheide wird zeitnah überarbeitet"

„Aber Frau Weike lässt ja die absolut kaputte Straße sanieren", merkt Feldmann ein wenig sarkastisch an. Eben dies hatte die Bürgermeisterin in dem HK-Beitrag vom 18. Juli angekündigt. Und bleibt dabei. „Die Voßheide wird zeitnah überarbeitet", sagt Marion Weike am Dienstag gegenüber dem HK. Die Anwohner sollen an den Kosten nicht beteiligt werden.

Auch mit dem Kreis Gütersloh will sie in der Angelegenheit sprechen. „Vielleicht schaffen sie es noch einmal, ein Messgerät aufzustellen", sagt Marion Weike und will Kontakt mit Henrik Egeler aufnehmen. Stephan Feldmann ist über diese Ankündigung froh. „Das soll sie machen", sagt er.

"Nicht mehr so intensiv wie am Anfang"

Erwähnter Henrik Egeler ist der Abteilungsleiter Tiefbau beim Kreis Gütersloh und kennt die Probleme in Werthers Ortsteil seit dem Baubeginn im vergangenen Jahr. Beschwerden gingen grundsätzlich bei ihm, bei der Polizei oder Straßenverkehrsbehörde ein. „Es ist von der Intensität her aber nicht vergleichbar mit dem Anfang der Bauzeit", sagt er dem Haller Kreisblatt.

In der Vergangenheit ließ der Kreis auch schon die Geschwindigkeiten in Theenhausen messen. Der Eindruck sei damals gewesen, dass die „gefühlten" Überschreitungen nicht mit den tatsächlichen übereinstimmten. Dass täglich zwei Polizisten zu der Baustelle abgestellt werden, um zu kontrollieren, ist laut Egeler „nicht darstellbar".

Das aktuelle Baustellenende im Ortszentrum. - © Claus Meyer
Das aktuelle Baustellenende im Ortszentrum. (© Claus Meyer)

"Die Jungs arbeiten fleißig"

Die Arbeiten selbst sieht der Tiefbauleiter weiterhin gut im Zeitplan. Er rechnet mit dem Bauende zu Anfang Dezember. Sehr positiv aus seiner Sicht: Die Arbeiten an Kanal und Rohrleitung sind fertig. „Da kann erfahrungsgemäß am meisten schiefgehen", sagt Egeler. Für die Kanalarbeiten in Theenhausen zeichnete die Stadt Werther verantwortlich, die Straße obliegt dem Kreis.

Im Gespräch mit dem HK präzisiert Stephan Feldmann die Anwohnersorgen weiter. „Hier herrscht ja absolutes Halteverbot", erklärt er. Die Tatsache, dass keine Autos am Straßenrand stehen, werde von manchem Raser ausgenutzt. Problematisch sieht er auch, dass die Tage kürzer werden. Für Spaziergänger an der Voßheide könnte es damit noch gefährlicher werden, da diese nicht durchgängig mit Lampen bestückt sei. Die Ankündigung des Kreises Güterslohs, dass Anfang Dezember Schluss sein soll mit dem Bau, nimmt Stephan Feldmann wohlwollend zur Kenntnis. Den Zeitplan hält er auch für realistisch. „Das kann passen. Die Jungs arbeiten fleißig und kommen zügig voran", lobt Feldmann die Arbeiter vor Ort.

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