Telefonabzocker wollen 80-jährigen Wertheraner reinlegen

Eine Wertheranerin warnt vor einer betrügerischen Masche mit Prepaidkarten.

Claus Meyer

Abzocker versuchen immer wieder, per Anruf an Geld oder Wertsachen zu kommen. - © Torbz - Fotolia
Abzocker versuchen immer wieder, per Anruf an Geld oder Wertsachen zu kommen. (© Torbz - Fotolia)

Werther. Die Wertheranerin Christine A. warnt vor Anrufen, mit denen Betrüger offenbar in den Genuss von Prepaidkarten kommen wollen. Ein ebenfalls in Werther wohnender guter Bekannter von A. sei kürzlich Ziel des versuchten Nepps geworden.

Christine A. schildert den Fall, bei dem der über 80-Jährige einen Anruf von einer Hamburger Nummer bekam: Der Mann am anderen Ende der Leitung stellte dem Senior 67.000 Euro in Aussicht, die der Wertheraner angeblich bei einem Gewinnspiel abgeräumt habe. Als „Gegenleistung“ vor der Auszahlung bat der Anrufer um den Kauf von zwei Prepaidkarten – einer Google-Play-Karte für 50 Euro und einer 100 Euro teuren Jokermastercard, deren Codes der Anrufer später durchgesagt haben wollte.

„Es gibt diese Gewinnspiele nicht“

Entsprechende Karten kaufte der Wertheraner in einem Supermarkt, zuzüglich der Bearbeitungsgebühr von vier Euro. Bevor er die Codes freirubbeln konnte, sei aber die Nichte des Mannes, mit der Christine A. gut befreundet ist, auf den Fall aufmerksam geworden und habe ihrem Onkel die Augen für den versuchten Betrug geöffnet. Beim Rückruf unter der Hamburger Nummer habe sich eine Frau gemeldet, die allerdings angeben habe, nichts von etwaigen Gewinnspielen zu wissen.

„Es gibt einfach keine solchen Gewinnspiele, bei denen man später einen Code freirubbeln muss“, sagt A. und warnt vor der Masche. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit hätte sie sich in diesem Zusammenhang auch vom Supermarkt gewünscht. Immerhin sei es ungewöhnlich, wenn ein über 80-Jähriger mit einem Zettel in der Hand nach teuren Prepaidkarten frage.

Bei der Gütersloher Polizei ist das Phänomen solcher Anrufe bekannt. Eine Anzeige in der Wertheraner Angelegenheit dürfte folgen, sagt Christine A.

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