Betrug mit Kinderwagen: Alleinerziehende Mutter gesteht unter Tränen

Anke Schneider

Symbolbild - © CC0 Pixabay
Symbolbild (© CC0 Pixabay)

Werther/Halle. Eine Wertheranerin ist jetzt vom Amtsgericht Halle wegen Betrugs verurteilt worden. Sie hatte bestellte Ware nicht geliefert.

Am 7. Februar 2018 bot die 28-Jährige im Internet einen Kinderwagen an. Eine Käuferin erwarb den Kinderwagen für 250 Euro, erhielt das gute Stück aber nie. Ebenso ging es einer Mutter, die am 8. Juni vergangenen Jahres von der Wertheranerin Kinderkleidung im Wert von 45 Euro erwarb.

"Vielleicht haben die anderen Mütter sich das Geld auch hart erspart"

„Ich hatte kein Geld, und ich wusste nicht, was ich machen sollte", sagte die mehrfache, alleinerziehende Mutter im Haller Amtsgericht unter Tränen. Die Richterin machte deutlich, dass der Weg des Betrugs sicher nicht der richtige sei. „Vielleicht haben die anderen Mütter sich das Geld auch hart erspart, und das ist nun weg", sagte sie. Die Richterin wies die Frau darauf hin, dass sie bereits wegen der gleichen Masche vorbestraft ist. „Sie laufen auf eine Gefängnisstrafe zu", sagte sie. „Meine Geduld ist jedenfalls zu Ende, wenn Sie so etwas noch einmal machen. Sie müssen es jetzt gelernt haben."

„Das werde ich nie wieder tun"

Die Angeklagte beteuerte, solche Betrügereien künftig zu unterlassen. „Das werde ich nie wieder tun", sagte sie. Das Gericht verurteilte die Frau zu einer Geldstrafe von 700 Euro.

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