SV Häger startet mit Bau des Vereinsheims - ein kleines Risiko bleibt

SVEN HAUHART

Bester Überblick: Den würde das neue Vereinsheim des SV Häger mit seiner begehbaren Dachterrasse ganz sicher bieten. Errichtet wirdder Bau an der langen Seite des Kunstrasenplatzes in Höhe der Mittellinie. - © Architekt Nopto
Bester Überblick: Den würde das neue Vereinsheim des SV Häger mit seiner begehbaren Dachterrasse ganz sicher bieten. Errichtet wirdder Bau an der langen Seite des Kunstrasenplatzes in Höhe der Mittellinie. (© Architekt Nopto)

Häger. Wer dieser Tage mit offenen Augen durch Häger spaziert, entdeckt viel schweres Gerät. Ob das neue Baugebiet neben dem Gasthof Weinhorst, das umstrittene Windrad an der Holzstraße oder der Radweg bis Schröttinghausen – überall wird fleißig gebaggert, planiert und geschaufelt. Und in Kürze wird sich eine weitere Baustelle dazugesellen: Denn das geplante Vereinsheim des SV Häger wird Wirklichkeit.

„Aufgrund der aktuellen Krisensituation haben wir gar nicht damit gerechnet, dass wir noch in diesem Jahr einen Bescheid über unseren Antrag bekommen. Dass es nun doch fast im geplanten Zeitrahmen geklappt hat, freut uns natürlich sehr", sagt Vorsitzender Georg Heeren, der sich federführend um das Projekt kümmert.

Eigenanteil des SV Häger steigt

Die 182.000 Euro aus dem Landesmitteltopf zur „Förderung der Strukturentwicklung ländlicher Räume" sind der Löwenanteil an dem mit 320.000 Euro veranschlagten rund 180 Quadratmeter großen Projekt. Die Stadt Werther unterstützt den Bau, wie berichtet, mit 40.000 Euro. Die fehlenden 98.000 Euro muss der Verein aufbringen. Da in der ursprünglichen Planung 208.000 Euro aus dem Förderprogramm des Landes eingerechnet waren, steigt der Eigenanteil des SV Häger nun um zusätzliche 26.000 Euro. Eine stolze Summe für einen rund 400 Mitglieder zählenden Verein. Dies hat den Vorstand aber nicht davon abgehalten, dem Baubeginn grünes Licht zu erteilen.

„Gerne hätten wir dazu noch einmal die Mitglieder auf einer Versammlung befragt, doch das geht aktuell ja leider nicht. Aber wir müssen jetzt anfangen, da die Zusage der Fördermittel zeitlich gebunden ist bis Ende Februar kommenden Jahres", erläutert Heeren, „außerdem glauben wir nicht, dass diese Gelegenheit innerhalb der nächsten zehn Jahre noch einmal wiederkommt."

Es fehlen noch 5 Prozent der Investitionssumme

Daher müsse man das Risiko einer finanziellen Unterdeckung bei Baubeginn in Kauf nehmen. Dieses Risiko hält Heeren aber für beherrschbar. Unter anderem, weil aus den ursprünglich geplanten 72.000 Euro Eigenanteil durch zusätzliche Spenden bereits 82.000 Euro geworden sind. „Damit sind 95 Prozent der Gesamtsumme gesichert und die fehlenden fünf Prozent müssen wir während der Bauphase auftreiben", sagt Heeren, der sich als Managementberater mit Chancen-Risiken-Analysen auskennt.

Vereinsvorsitzender Georg Heeren vor der ersten Mulde, die den Baubeginn des Vereinsheims des SV Häger ankündigt. - © Sven Hauhart
Vereinsvorsitzender Georg Heeren vor der ersten Mulde, die den Baubeginn des Vereinsheims des SV Häger ankündigt. (© Sven Hauhart)

So glaubt er, dass es noch weitere Spender im Umfeld des Vereins geben wird, die sich bislang nur aufgrund der Unsicherheit des Projekts zurückgehalten haben. Außerdem soll die Bausumme durch die Eigenleistung der Vereinsmitglieder möglichst gering gehalten werden. So haben die Alten Herren bereits ein durch die Frühjahrsstürme irreparabel beschädigtes Zelt auf dem Baugrund abgerissen und entsorgt. In Kürze werden Spieler der Seniorenmannschaften Pflastersteine aufheben, damit Anfang Juni mit den Bodenarbeiten begonnen werden kann.

„Das ist eine historische Chance für uns, die wir beim Schopf packen müssen", appelliert Heeren an die Hilfsbereitschaft der Mitglieder des Vereins und verweist für weitere Informationen rund um das Projekt auf die Homepage www.svhaeger.com.

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