Wertheraner entdeckt schmierige Schicht an einem Trinkwasserstutzen

Ein Wertheraner ärgert sich über ein völlig verdrecktes Instrument seines Wassersystems.

Anja Hanneforth

Mit acht Jahren noch gar nicht so alt: Dieses so genannte Kaltwasserdruckausgleichsgefäß eines Anliegers der Kantstraße sieht wenig appetitlich aus. Es wurde jetzt ausgetauscht. - © Privat
Mit acht Jahren noch gar nicht so alt: Dieses so genannte Kaltwasserdruckausgleichsgefäß eines Anliegers der Kantstraße sieht wenig appetitlich aus. Es wurde jetzt ausgetauscht. (© Privat)

Werther. Der Name ist etwas sperrig: Kaltwasserdruckausgleichsgefäß nennt sich die Vorrichtung, die in Gebäuden für einen konstanten Wasserdruck sorgt. Weil sie jetzt bei einem Anwohner der Kantstraße Probleme machte und der Druck nicht mehr stimmte, musste das Instrument ausgetauscht werden. Was beim Ausbau zutage kam, bereitet dem Mann Sorgen: Der Stutzen, durch den Werthers Trinkwasser fließt, ist mit einer braunen, teils schmierigen, teils verhärteten Schicht verkrustet. „Wirklich ekelig", findet der Wertheraner. Zumal das Gefäß mit acht Jahren noch nicht einmal so alt gewesen sei.

Eigentlich, sagt der Mann, wäre er niemand, der bei solchen Dingen gleich an die Öffentlichkeit geht. Doch in Anbetracht der wiederkehrenden Probleme beim Wertheraner Trinkwasser habe er es für angezeigt gehalten, sich doch zu melden. „Hier geht es immerhin um ein Lebensmittel."

"Die Sache mit dem Kalk ist ja fast noch schlimmer"

Besonders ärgert den Mann, dass er gerade erst vor zwei Jahren den Hauptwasserfilter getauscht habe, weil er völlig verkalkt gewesen sei. „Und trotzdem gelangt noch so viel Dreck in meine Wasserleitungen."

Oben am Anschluss, schildert er, habe das Druckausgleichsgefäß so mit Dreck zugesessen, dass es überhaupt nichts mehr ausgeglichen habe. „Kein Wunder, dass der Wasserdruck in den Leitungen nicht konstant ist." Er möchte nicht wissen, wie viel Dreck sich aktuell in seinem Wasservorratsbehälter befindet. „Das müssen ganz feine Partikel sein", ist sich der Mann sicher. Woraus sie bestehen, darüber wolle er lieber nicht mutmaßen.

Auch ansonsten könne in Werther längst nicht von normalen Verhältnissen die Rede sein. „Die Sache mit dem Kalk ist ja fast noch schlimmer", findet der Bürger. „Ob Wasserkocher, Kaffeemaschine oder andere Geräte, die können Sie ständig entkalken", beklagt er.

Info
Probleme mit Werthers Trinkwasser: Jetzt kommt ein Experte


Copyright © Haller Kreisblatt 2020
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.