Auszeichnung: Klaus Kusenberg - ein Mann mit Herz, Verstand und Mut

Seit 43 Jahren ist Klaus Kusenberg Vorsitzender des TV Werther. Für dieses außerordentliche Engagement erhält er jetzt die Ehrennadel der Stadt.

Anja Hanneforth

Unter dem Applaus des Rates und Vertretern des TV Werther zeichnete Bürgermeisterin Marion Weike (links) den langjährigen Vorsitzenden des TV, Klaus Kusenberg, mit der Ehrennadel der Stadt aus. Für Ehefrau Ursula gab es einen Blumenstrauß. - © Anja Hanneforth
Unter dem Applaus des Rates und Vertretern des TV Werther zeichnete Bürgermeisterin Marion Weike (links) den langjährigen Vorsitzenden des TV, Klaus Kusenberg, mit der Ehrennadel der Stadt aus. Für Ehefrau Ursula gab es einen Blumenstrauß. (© Anja Hanneforth)

Werther. Nicht die Tatsache, dass er dem mit 2230 Mitgliedern größten Verein der Stadt vorsitzt, ist der Grund, warum er mit der Ehrennadel ausgezeichnet wird. Es ist die Art, wie er es tut. Mit Herz und Verstand, Gespür im Umgang mit anderen und Mut, sich Herausforderungen zu stellen – so formuliert es Bürgermeisterin Marion Weike in ihrer Laudatio, als sie Klaus Kusenberg unter dem Applaus von Rat, Verwaltung und Vertretern des TV Nadel und Urkunde übergibt. Zum vierten Mal ehrt die Stadt damit eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl eingesetzt hat.

Klaus Kusenberg tut dies bereits seit 1977. So lange ist er Vorsitzender des TV, einem Verein mit einem Dutzend Sportarten und einer spannenden Geschichte. So hat er früher etwa das legendäre Blotenbergfest mit organisiert.

Weike blickt auf die Anfänge der Skaterhalle zurück, für die Klaus Kusenberg als TV-Vorsitzender von 2001 bis 2005 verantwortlich war. „Ohne Ihr persönliches Engagement hätten wir das nicht hinbekommen“, betont sie.

Der Bürgermeisterin beim Hochsprung geholfen

Dass der Verein auch sportlich glänzen konnte, zeigten die vielen Leistungsträger, die über die vergangenen Jahre aus dem TV hervorgegangen seien, so Weike.

Sie selber könne sich nicht dazuzählen. „Ich bin ja nach wie vor völlig unsportlich“, gibt sie zur Freude der Zuhörer die Anekdote zum Besten, wie ihr Klaus Kusenberg zum Sportabzeichen verhalf:

„Helmut Brinkhoff vom Stadtsportverband hatte mir seinerzeit gesagt, als Bürgermeisterin müsste ich mit gutem Beispiel voran gehen und das Sportabzeichen machen.“ Das habe auch irgendwie geklappt. „Damit dachte ich, die Sache wäre vom Tisch. Bis mir signalisiert wurde, dass man das Abzeichen nicht einmal, sondern regelmäßig macht.“ Das Unternehmen drohte am Weitsprung zu scheitern. „Meine absolute Horrordisziplin, immer fehlten zwei, drei Zentimeter.“ Also sei sie zu Klaus Kusenberg gegangen und habe ihn gefragt, wie sie das schaffen soll. Der habe Hochsprung vorgeschlagen. „Ich bin 1,55 – das kann nicht Ihr Ernst sein!“ Doch er habe ihr Mut zugesprochen, und unter seiner Anleitung habe es tatsächlich geklappt. „So wie mich werden Sie in den 43 Jahren auch andere angespornt haben“, sagt Weike dankbar und anerkennend.

Weil hinter einem starken Mann immer eine starke Frau steht – „Sie haben Ihrem Mann stets den Rücken frei gehalten“, so Weike zu Ursula Kusenberg – darf sich diese über einen Blumenstrauß freuen. Nach der Ratssitzung stoßen alle Anwesenden bei einem kleinen Umtrunk auf den jüngsten Träger der Ehrennadel an.

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