Temposünder bei laufendem Motor gejagt - Kreis Gütersloh belehrt Ordnungshüter

Der Kreis Gütersloh hat die Beschwerde über einen laufenden Wagen beim Blitzen von Temposündern geprüft. Doch eine Rekonstruktion war schwierig.

Anja Hanneforth

Der Kreis Gütersloh betont, dass ein laufender Motor nicht zum Erfassen von Temposündern gebraucht wird, da die Radaranlage keine Verbindung zur Autobatterie hat. - © Kreis Holzminden
Der Kreis Gütersloh betont, dass ein laufender Motor nicht zum Erfassen von Temposündern gebraucht wird, da die Radaranlage keine Verbindung zur Autobatterie hat. (© Kreis Holzminden)

Werther. Zur Beschwerde eines Wertheraner Ratsherren über ein Dieselfahrzeug, das über mehrere Stunden bei laufendem Motor an der Bielefelder Straße auf die Jagd nach Temposündern gegangen war, hat sich der Kreis Gütersloh noch einmal an die Prüfung gemacht. „Allerdings konnten wir den Sachverhalt nicht eindeutig rekonstruieren", teilte Isabelle Helmke von der Pressestelle mit.

Zuvor hatte SPD-Ratsherr Bodo Brinkmann noch einmal betont, dass der Wagen nicht etwa bei Regenwetter geblitzt und entsprechend auch keine Scheibenwischer benötigt habe. Aus dem Grund sei das Laufen des Motors also nicht erforderlich gewesen. „Der Wagen stand regelmäßig in den Sommermonaten dort, bei trockenem Wetter", schilderte er im Gespräch gegenüber dem Haller Kreisblatt.

Radaranlage funktioniert auch bei ausgeschaltetem Motor

Wie Isabelle Helmke berichtete, habe man beim Kreis die Rückfrage zum Anlass genommen, die Mitarbeiter noch einmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass der Motor während des Messvorgangs ausgestellt werden muss. „Nur wenn unbedingt notwendig, darf er für einige Minuten angestellt werden." Dies sei der Fall, wenn etwa die Autobatterie drohe, leer zu laufen. Auch bei extremen Wetterverhältnissen dürfe, wenn erforderlich, kurz die Klimaanlage beziehungsweise die Standheizung eingeschaltet werden.

Ausdrücklich unterstrich sie, dass die Radaranlage nicht mit dem Automotor verbunden sei und demnach auch bei abgeschaltetem Motor funktioniere.

Weiterhin stellte sie klar, dass der Kreis Gütersloh keine Privatunternehmen zur Durchführung von Geschwindigkeitskontrollen beauftrage. „Die Messanlagen werden ausschließlich von hauptamtlich, in Teilzeit oder mit einem Minijob beim Kreis beschäftigten Personen bedient."

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