Geklaut: Theenhausener Baustellenschranke über Nacht verschwunden

Die Schranke an der Voßheide in Theenhausen wurde offenbar abgefahren und geklaut. Die Überwachungskamera wird vermutlich nur Bilder vom Bagger der Baufirma liefern können.

Andreas Großpietsch

Irgandwann am Samstagabend: Die Schranke an der Einmündug Voßheide auf die Ortsdurchfahrt von Theenhausen wurde abgefahren und mitgenommen. - © Andreas Großpietsch
Irgandwann am Samstagabend: Die Schranke an der Einmündug Voßheide auf die Ortsdurchfahrt von Theenhausen wurde abgefahren und mitgenommen. (© Andreas Großpietsch)

Werther-Theenhausen. „Wo ist denn die Schranke geblieben?", fragen sich seit Sonntag Anwohner und Passanten an der Einmündung der Straße Voßheide auf die Ortsdurchfahrt in Theenhausen. Die Durchgangsstraße wird seit Mai grundlegend erneuert und ist dadurch schon zum Auslöser von mancher kurioser Situation geworden. Seit Samstagabend hindern nur noch Schilder Ortskundige und Auswärtige an der Nutzung der Ausweichstrecke – denn die rot-weiße Absperrschranke ist verschwunden.

Glatt am Ansatz abgerochen wurde die Schranke an der gesperrten Straße Voßheide. Jetzt ist die Schranke weg. - © Andreas Großpietsch
Glatt am Ansatz abgerochen wurde die Schranke an der gesperrten Straße Voßheide. Jetzt ist die Schranke weg. (© Andreas Großpietsch)

Sie kann von wenigen Nutzern mit Hilfe eines Chips geöffnet werden, bleibt aber ansonsten zu, weil diese Nebenstrecke nicht für den kompletten Ausweichverkehr ausreichen würde. Eine Anordnung, für die durchaus nicht alle Zeitgenossen Verständnis haben. So gibt es auf dem abgeernteten Stoppelfeld daneben eine inoffizielle Ausweichspur, die nicht nur von einzelnen Fahrzeugen ausgefahren worden sein kann.

Die vorerst letzte Zeugin hat die Schranke noch um 19 Uhr gesehen

Seit Samstagabend ist das nicht mehr nötig, denn die Schranke ist weg. Anwohner Achim Meyerjohann hat sie um 18 Uhr zuletzt gesehen und erinnert sich an zwei Autos, die er vor Mitternacht auf der Voßheide gesehen hat, als er vom Balkon aus das ferne Gewitter beobachtete. Eine Passantin, die beim Fototermin die Stelle mit dem Rad passierte, kann sich daran erinnern, dass die Schranke am Samstag um 19 Uhr noch an Ort und Stelle war.

Jetzt ist von ihr nur noch ein winziger Stummel übrig. Der Betonklotz, auf dem der Schrankenmotor befestigt ist, wurde verschoben. Eine laienhafte Auswertung dieser Spuren lässt darauf schließen, dass ein nicht zu kleines Fahrzeug gegen die geschlossen Schranke geknallt ist und sie abgebrochen hat.

Vielleicht hat sie der Fahrer sofort mitgenommen, vielleicht ein anderer Passant – jetzt ist sie auf jeden Fall weg. Und den Fall aufzuklären, ist nicht leicht. Denn die Überwachungskamera, die eigentlich gestochen scharfe Bilder vom Geschehen an der Schranke liefert, war am Samstag auf ihrem einen Auge vermutlich blind. Denn die Mitarbeiter der Baufirma haben ihren Bagger am Freitag genau in der Sichtachse zur Voßheide geparkt.

Wegen leidvoller Erfahrungen mit Freunden der Schrankenlosigkeit setzt der Kreis auf Technik. In diesem Fal könnte sie allerdings nutzlos gewesen sein. - © Andreas Großpietsch
Wegen leidvoller Erfahrungen mit Freunden der Schrankenlosigkeit setzt der Kreis auf Technik. In diesem Fal könnte sie allerdings nutzlos gewesen sein. (© Andreas Großpietsch)

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