Schranke an Theenhausener Baustelle: Autofahrer ignorieren erneut Durchfahrverbot

Großbaustelle Theenhausen: Die meisten Autofahrer haben sich inzwischen mit der Vollsperrung abgefunden. Nur einzelne suchen weiter nach einer Abkürzung

Anja Hanneforth

In Betrieb: Die Schranke hat ihren Dienst aufgenommen. Passieren kann ab sofort nur noch, wer einen Sender besitzt, der sie öffnet – Fahrer der Busunternehmen, der Baustellenfahrzeuge, Einsatzkräfte der Feuerwehr und ein Landwirt, der Flächen rechts und links der Baustelle bewirtschaftet. - © Anja Hanneforth, HK
In Betrieb: Die Schranke hat ihren Dienst aufgenommen. Passieren kann ab sofort nur noch, wer einen Sender besitzt, der sie öffnet – Fahrer der Busunternehmen, der Baustellenfahrzeuge, Einsatzkräfte der Feuerwehr und ein Landwirt, der Flächen rechts und links der Baustelle bewirtschaftet. (© Anja Hanneforth, HK)

Werther-Theenhausen. „Alles ruhig wie im Urlaub hier", kommentierte ein Baustellenmitarbeiter. Ganz ernst kann er die Aussage nicht gemeint haben. Denn obwohl die Schranke an der Voßheide inzwischen ihren Dienst aufgenommen hat und den meisten Verkehr aus der Baustelle heraushält, ignorieren vereinzelte Autofahrer weiterhin das Durchfahrverbot. Dreist versuchen sie, die Sperrung doch zu umgehen.

Die Kanalarbeiten sind inzwischen über die Einmündung zur Langenheider Straße vorgerückt, und obwohl hier ein Bagger und ein Kompaktlader im Dauereinsatz waren, um Sand und Schotter zu verladen und die Spundwände zu setzen, schummelten sich gleich mehrere Autofahrer in den Baustellenbereich. Sie fuhren am gut sichtbaren Durchfahrt-verboten-Schild vorbei, warteten, dass sie an den Baustellenfahrzeugen vorbeikamen, mussten dann allerdings feststellen, dass es geradeaus für sie nicht weiterging. Wohl oder übel bogen sie in die Langenheider Straße ein. Nur wenige erkannten die Ausweglosigkeit ihres Unterfangens ein und kehrten um. „Normal", sagte ein Arbeiter zu den vielen unerlaubten Durchfahrtsversuchen, die in Theenhausen weiterhin an der Tagesordnung sind.

Etwas mehr als 20 Sender wurden ausgegeben

Ansonsten läuft es auf der Baustelle rund. „Wir liegen voll im Zeitplan", ließ Kreissprecher Jan Focken verlauten, und die Theenhausener dürften es mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen. Seit Beginn der Arbeiten im Mai habe man nahezu ideales Bauwetter gehabt, „das hat uns natürlich in die Hände gespielt". Nach aktuellem Stand gehen er davon aus, dass der erste Bauabschnitt im Herbst fertiggestellt werden kann.

Reibungslos läuft inzwischen auch die Schranke. Dass sich ihr Einsatz verzögert hat, lag nicht an fehlender Technik, sondern daran, dass erst alle Busunternehmen und ihre Fahrer mit Sendern ausgestattet werden mussten. Etwas mehr als 20 der kleinen Funkgeräte, die das Öffnen der Schranke ermöglichen, sind nach Aussage Jan Fockens verteilt worden. Die meisten an die Busunternehmen, dazu an die Baustellenmitarbeiter, außerdem an die Feuerwehr. Und an einen Landwirt, der Felder rechts und links der Baustelle bewirtschaftet und mitten in der Ernte steckt.

Für alle anderen gilt, den Bereich großräumig zu umfahren und den Umleitungen zu folgen. Woran sich auch weiterhin nicht alle halten. Ganz so ruhig wie erhofft geht es in Theenhausens Ortsdurchfahrt also doch nicht zu.

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