Großbaustelle Theenhausen: Am Montag wird die Schranke scharfgeschaltet

Das Hindernis an Werthers aktuell wohl umstrittenster Baustelle wurde eingangs der Voßheide aufgestellt, um jegliches Umfahren unmöglich zu machen. Wie reagieren die Anwohner?

Anja Hanneforth

Installiert: Theenhausen hat jetzt eine Schranke, um den Verkehr aus der Baustelle herauszuhalten. Anders als zunächst geplant steht sie eingangs der Voßheide, um ein mögliches Umkurven dreister Autofahrer von vorn herein auszuschließen. Zusätzlich sorgt eine Videokamera dafür, dass die Regeln auch eingehalten werden. - © Anja Hanneforth, HK
Installiert: Theenhausen hat jetzt eine Schranke, um den Verkehr aus der Baustelle herauszuhalten. Anders als zunächst geplant steht sie eingangs der Voßheide, um ein mögliches Umkurven dreister Autofahrer von vorn herein auszuschließen. Zusätzlich sorgt eine Videokamera dafür, dass die Regeln auch eingehalten werden. (© Anja Hanneforth, HK)

Werther-Theenhausen. Noch ragt der Schlagbaum senkrecht in die Luft. Weshalb die Schranke beim ganzen Baustellengewirr aus Kanalrohren, Straßenschildern, Absperrbaken und Baumaschinen nicht leicht auszumachen ist. „Doch, sie ist bereits installiert. Dort drüben", deutet der Mann des Sicherheitsdienstes von seinem Posten nahe der Langenheider Straße auf den Anfang der Voßheide. Hier steht das von vielen Autofahrern gefürchtete Objekt, das den Verkehr endgültig aus der Großbaustelle in Theenhausen heraushalten soll. Ab Montag wird die Schranke in Betrieb genommen.

Die Absperrvorrichtung ist eine Notwendigkeit. Ohne sie, das hatte der Kreis Gütersloh mehrfach kommuniziert, wird er der vielen unerlaubten Durchfahrten durch dreiste Autofahrer nicht mehr Herr. Die manövrieren sich derzeit ungeachtet der Verbotsschilder durch die Baustelle, sobald der Wachdienst Feierabend gemacht hat. Was schon häufiger zu brenzligen Situationen geführt hat und, so beschreibt es der Kreis, nicht zuletzt die Arbeiter auf der Baustelle gefährdet. Am Ende führen die zahlreichen Diskussionen über Recht oder Unrecht des Durchfahrens zu Verzögerungen der Bauarbeiten – und das will in Anbetracht der Vorstellung auf ohnehin mindestens eineinhalb Jahre Bauzeit wohl niemand.

Nun setzt der Kreis also mit der Schranke einen Schlussstrich unter die unerlaubten Durchfahrten. Wobei der Schlagbaum nicht, wie bisher angekündigt, an der Theenhausener Straße in Höhe des Busunternehmens Holz angebracht ist, sondern an der Einmündung zur Voßheide.

Mit der Schranke wurde auch eine Videokamera installiert

Aus zweierlei Gründen: Zum einen ist die Schranke nicht lang genug, um sowohl die Theenhausener Straße als auch die gleich daneben für den Busverkehr angelegte provisorische Baustraße abzusperren. Trotz Schranke bestünde weiterhin die Gefahr, dass sich Autofahrer an ihr vorbeiquetschen. Zum anderen hätte es dort keine Stromversorgung gegeben. „Für einen Akkubetrieb muss die Schranke aber zu häufig auf- und zugehen", erläutert Jan Focken, Sprecher des Kreises Gütersloh.

Der neue Standort an der Vossheide habe nicht nur den Vorteil, dass dort Baustrom liegt. „Dadurch müssen wir auch weniger Sender an Anwohner der Theenhausener Straße ausgeben."

Denn für sie, genau wie für Linienbusse, den Bürgerbus und im Notfall für Rettungskräfte, lässt sich die Schranke per Funk öffnen. „Insgesamt geben wir rund 20 Sender aus", erläutert Focken.

Bis die Schranke am Montag scharfgeschaltet wird – und mit ihr die Videokamera, die potenzielle Vergehen auf Film bannen soll – bleibt der Sicherheitsdienst vor Ort. Danach werde er abgezogen. „Vorerst" will der Kreis die weiteren Entwicklungen abwarten.

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