Theenhausen: Nun gibt's Ärger um die Dieckbrede

Großbaustelle Theenhausen: Die Beschwerden reißen nicht ab. Genervt sind sowohl die, die die Baustelle in weiten Kilometern umkurven müssen, als auch die, die nun den Verkehr vor ihrer Haustür zu ertragen haben

Anja Hanneforth

Nicht gestattet: Durchfahrt durch einen kleinen Stich der Dieckbrede. - © HK
Nicht gestattet: Durchfahrt durch einen kleinen Stich der Dieckbrede. (© HK)

Werther-Theenhausen. Bis vor wenigen Wochen lebte es sich beschaulich an Dieckbrede und Barnhauser Straße. Autos kamen kaum vorbei, man selbst kam gut weg und konnte in aller Ruhe seinen Hund ausführen. Das Idyll ist Geschichte. Aktuell hilft oft nur noch ein Sprung in den Seitengraben, um den Autos auszuweichen. Die Umleitungsstrecken sind zu regelrechten Kampfarenen geworden – wer schafft es, möglichst schnell und ohne in die Bankette zu fahren am entgegenkommenden Wagen vorbeizuziehen? Ein kleiner Stich der Dieckbrede, seit einigen Tagen zusätzlich gesperrt, gießt weiteres Öl ins Feuer.

Zu eng für rücksichtslose Autofahrer

Dass die Großbaustelle in Theenhausen für Ärger sorgen würde, war den Planern des Kreises Gütersloh bewusst. Dass der Ärger allerdings solche Ausmaße annehmen würde, wohl nicht. Die Wut ist auf allen Seiten groß: Bei denen, die die Baustelle umfahren und dafür viele Kilometer mehr in Kauf nehmen müssen. Und bei denen, die nun den vielen Verkehr vor ihrer Haustür zu ertragen haben.

„Es ist nicht unsere Absicht, mit der Baustelle irgendjemanden zu ärgern", betont Lena Bökenhans vom Kreis Gütersloh. Doch die Arbeiten müssten gemacht werden, „nicht zu bauen ist keine Option".

Dass nun allerdings auch noch der kleine Stich der Dieckbrede, der direkt zur Bielefelder Straße führt, für den Verkehr gesperrt wurde, bringt viele Autofahrer auf. Sie müssen nun noch einmal fast zwei Kilometer mehr zurücklegen, wenn sie auf die Bielefelder Straße und weiter nach Werther gelangen wollen. Klingt nicht viel, ist in Anbetracht der ohnehin langen Wege aber für viele der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Manche sehen dies ohnehin nicht ein und umfahren einfach das Verbotsschild, was an der plattgefahrenen Ecke eines Maisackers gut zu erkennen ist.

"Wir mussten handeln"

Die zusätzliche Sperrung sei zwar unglücklich, gibt Lena Bökenhans zu, habe aber ihre Gründe. „Die kleine Verbindungsstraße ist einfach zu eng für die Menge an Begegnungsverkehr, die dort aktuell herrscht." Zumal die Autofahrer auf den Umleitungsstrecken teils rücksichtslos und mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs seien. „Da mussten wir handeln."

Nachbesserungen wie diese kämen bei Baustellen häufiger vor. „Wir versuchen, möglichst alle Gefahrenquellen auszuschließen. Und diese Straße, speziell die Aufmündung auf die Bielefelder Straße, gehört dazu."

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