Riesige Behälter für die neue Tankstelle in Werther

Am Haken: Die beiden Großbehälter der künftigen HEM-Tankstelle wurden in die Baugrube eingelassen. Überhaupt geht es mit großen Schritten voran. Ende des Sommers können die Bürger hier tanken

Anja Hanneforth

Und abwärts: Die Kraftstofftanks der künftigen HEM-Tankstelle im Gewerbegebiet Rodderheide wurden gestern Nacht geliefert und am Vormittag in die dafür ausgehobene Grube eingesetzt. Passgenauigkeit war dabei Trumpf. - © Anja Hanneforth, HK
Und abwärts: Die Kraftstofftanks der künftigen HEM-Tankstelle im Gewerbegebiet Rodderheide wurden gestern Nacht geliefert und am Vormittag in die dafür ausgehobene Grube eingesetzt. Passgenauigkeit war dabei Trumpf. (© Anja Hanneforth, HK)

Werther. „Das hätte auch ein gutes Schwimmbecken abgegeben", kommentierte ein Passant die Ausmaße der Baugrube im Gewerbegebiet Rodderheide. Mit vier Metern Tiefe wäre sie sogar für einen Sprungturm gut gewesen. Stattdessen wurden in einer spektakulären Aktion die beiden größten Tanks der künftigen HEM-Tankstelle in der Grube versenkt und diese dann wieder zugeschüttet. Ein spannender Vormittag, den eine Reihe von Schaulustigen mit Interesse verfolgten.

Bekanntermaßen lässt die Deutsche Tamoil GmbH im neuen Gewerbegebiet die Tankstelle bauen. Herzstück einer solchen Anlage sind die Kraftstofftanks, gut abgesichert im Boden unterhalb der Anlage eingelassen. Die grünen Exemplare hatten eine lange Reise hinter sich, kamen nach zwei Nachtfahrten aus dem Südtiroler Pustertal nach Werther.

Ihre Abmessungen sind ordentlich: 13,5 Meter lang, drei Meter Durchmesser, über 15 Tonnen schwer, je 80.000 Liter Fassungsvermögen. Ein Tank ist mit zwei, der andere mit drei Kammern ausgestattet, beide werden später sowohl mit Diesel als auch Benzin befüllt. Ein dritter, kleinerer Tank soll heute die Baustelle erreichen.

Ein 200-Tonnen-Kran hievt die Behälter vom Auflieger in die Grube

Beim Einlassen in den Boden gestern Vormittag war Maßarbeit gefragt. Kein Zentimeter, der nicht zuvor festgelegt worden war, wo die Tanks aufliegen sollten. Ein 200-Tonnen-Kran hievte die Behälter dazu vom Auflieger und setzte sie in Zeitlupe in der Grube ab.

Frei hängend waren sie zuvor von Mitarbeitern der Firma Bauteq, die als Generalunternehmer im Einsatz ist, mittels eines Hochspannungsgeräts auf Risse und andere Beschädigungen kontrolliert worden. „Alles okay", gab Gerd Liebeskind Entwarnung.

Als der erste Tank im Boden lag, wurde bereits damit begonnen, die Hohlräume mit Sand zu verfüllen und danach zu verdichten. Am Ende wird der Deckel der Grube mit Stahlmatten versehen und dann aufbetoniert. „Das ist wichtig, da die Kessel sonst aufschwimmen könnten", erläuterte Bauleiter Alex Subarev.

In den nächsten Wochen geht es mit großen Schritten auf der Baustelle weiter. Ein dritter Kraftstofftank und die Tanks der unterirdischen Wasseraufbereitungsanlage für die Waschstraße müssen eingebaut, die Waschstraße selbst, der Shop, die Zapfsäulen und die Zu- und Abfahrten errichtet werden. Ende des Sommers, so Alex Subarev, soll die Tankstelle fertig sein. Von den beiden Großtanks ist dann längst nichts mehr zu sehen.

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