Weggeworfene Kippe entfacht Feuer in Werther

Am Hägerfeld: Dem schnellen Eingreifen dreier Anlieger ist es zu verdanken, dass gestern ein veritabler Flächenbrand verhindert werden konnte

Anja Hanneforth

Beinahe ein Flächenbrand: Eine achtlos weggeworfene Zigarette löste dieses Feuer in Häger aus. Am Ende konnte es mit Hilfe von Anwohnern ausgeschlagen werden. - © Joachim Herzberg
Beinahe ein Flächenbrand: Eine achtlos weggeworfene Zigarette löste dieses Feuer in Häger aus. Am Ende konnte es mit Hilfe von Anwohnern ausgeschlagen werden. (© Joachim Herzberg)

Werther-Häger. Den Hägeraner Joachim Herzberg erschrecken zwei Dinge: Dass überhaupt jemand bei der Trockenheit eine brennende Kippe aus dem Auto wirft. Und dass sich bei dem dann entstandenen Brand am Straßenrand nahezu kein Autofahrer aufgefordert fühlt, das Feuer zu löschen.

Es passierte gestern Mittag gegen 12.30 Uhr an der Straße Hägerfeld. Joachim Herzbergs Sohn Leon war auf dem Heimweg von der Schule und hatte das Feuer bemerkt. Er rannte die wenigen Meter nach Hause und rief den Vater zu Hilfe. Beide schnappten sich eine Schaufel und eine Decke, stiegen ins Auto und eilten zum Brandort.

Dort hatte sich inzwischen ein junger Mann eingefunden und bereits einen Notruf zur Feuerwehr abgesetzt. Die musste am Ende allerdings nicht mehr ausrücken. Mit vereinten Kräften schafften es die drei Männer, das Feuer auszuschlagen. Sein Verursacher lag mittendrin: die Reste einer Zigarettenkippe. „In der ganzen Zeit sind etwa zehn Autos an uns vorbeigefahren. Aber glauben Sie nicht, dass auch nur eines angehalten hätte", beklagt Joachim Herzberg. Bedenke man die Trockenheit, die am Straßenrand stehenden Bäume und einen möglichen Funkenflug, hätte das auch anders ausgehen können. Etwas später hat der Hägeraner kontrolliert, ob das Feuer wirklich aus ist. Sein Appell: „Zigarettenkippe aus dem Auto werfen und nicht anhalten und helfen, wenn es brennt – beides geht nicht!"

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