800 Kilo Lego-Steine lassen die Fantasie Purzelbäume schlagen

32 Mädchen und Jungen aus Borgholzhausen errichten gemeinsam mit zwei Baumeistern und drei Magazinmännern auf 24 Quadratmetern Grundfläche eine urbane Utopie

Edwin Rekate

Urbane Utopie: Eine CVJM-Kolonne mit 32 Mädchen und Jungen errichtet auf 24 Quadratmetern Grundfläche eine visionäre Großstadt. - © Edwin Rekate
Urbane Utopie: Eine CVJM-Kolonne mit 32 Mädchen und Jungen errichtet auf 24 Quadratmetern Grundfläche eine visionäre Großstadt. (© Edwin Rekate)

Werther-Langenheide. Noah baut ein Stelzenhaus, Ole ein Wohnhotel-Kombinationshochhaus, Per einen schneeweißen Funk- und Fernsehturm. Amy, Mila und Sophie investieren ihre Kreativität in ein Pflegeheim mit benachbartem Pferdestall und konzipieren drei Kioske, an denen Getränke zu Wasser und an Land angeboten werden können. Und der Dominique designt einen kunterbunten Blumengarten.

Daneben entstehen im Handumdrehen ein Flugplatz, ein Frachthafen, ein Yachthafen, eine Eisenbahn und eine Hochbahn mit Bahnhöfen und Stationen. Für Sicherheit sorgen zwei Feuerwehren mit Rettungswachen und Hubschraubern. Gemischte Gruppen bauen zwei riesige Fußballstadien für Schalke und Borussia Dortmund, mit Flutlichtmasten und voll besetzten Tribünen. Ein Mädchen-Team organisiert einen kompletten Zoo mit Tigern und Elefanten und dem Pterodaktylus – einem geklonten Flugsaurier.

Fotogalerie Lego Bautage CVJM Werther

Für Eltern gilt: Betreten der Baustelle verboten

Die Macht der Fantasie quillt in allerhöchste Höhen und nimmt positiven Einfluss auf die Gefühle von insgesamt 32 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Mit glänzenden Augen arbeiten die Kinder aus Langenheide, Werther und Halle an ihren diversen Projekten und werden dabei von einem ausgebildeten Stab von Helfern des CVJM-Werther unterstützt. Um Irritationen vorzubeugen war ihren Eltern das Betreten der Baustelle verboten.

Einträchtig: Nele (von links), Lilly, Per, Henry, Levi, Konrad, Levi und Jaron errichteten neben dem blauweißen Dom zwei Fußballstadien mit Flutlichtmasten und voll besetzten Tribünen. - © Edwin Rekate
Einträchtig: Nele (von links), Lilly, Per, Henry, Levi, Konrad, Levi und Jaron errichteten neben dem blauweißen Dom zwei Fußballstadien mit Flutlichtmasten und voll besetzten Tribünen. (© Edwin Rekate)


Gefragte Ansprechpartner sind die beiden orange-behelmten Gelbjacken-Baumeister Benjamin Stoppenbrink und Friedhelm Wittler, um die geordnete Materialentnahme kümmern sich die Magazinmänner Wolfgang Plath, Wilfried Panhorst und Manfred Schürmann. Für All-Inclusive-Catering mit Lego-Torte und Speiseeis sorgten die Langenheider Seniorinnen.

"Alle haben ordentlich angepackt"

„Das ist mit Abstand die größte Lego-Stadt in Werther", freute sich die CVJM-Präsidentin Rebekka Schürmann, die das Event möglich gemacht hatte. „Die Kinder haben richtig gewullackt. Alle haben ordentlich angepackt", lobte Rebekka, die bei ihrer Bibel-TV-Mitarbeit das Projekt des Bundes der Freien evangelischen Gemeinde »Lego Bau-Tage« kennen gelernt hatte. Umgehend reifte auch bei den Langenheidern die Vision, im Gemeindehaus eine Großbaustelle zu inszenieren und sie beschafften sich erfolgreich einen Termin.

„Wir mussten nur den Anhänger aus Bad Dürrheim im Schwarzwald abholen, auf dem rund 800 Kilogramm Lego-Steine lagern", erklärte Rebekka die Regel, dass der nächste Veranstalter vom vorherigen übernehmen muss. Übrigens: nach der feierlichen Abschlussandacht am Sonntag waren für den konzertierten Abbau 7,5 Arbeitsstunden für 20 Mitarbeiter eingeplant. „Alles muss wieder sortiert in die Kisten reinkommen", erklärt Friedhelm Wittler das Prozedere, das auch für fingerfertige Krakenarme eine echte Herausforderung ist.

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