Wertheraner Gymnasium will Motor für Klimaschutz sein

Die Schule hat sich im vergangenen Jahr verstärkt darum bemüht, Energie zu sparen. Die Zielvorgabe beim Kohlendioxid ist dabei deutlich übertroffen worden.

Birgit Nolte

Bilanz nach einem Jahr: Die EGW-Lehrerinnen Sabine Koch, Doris Diekmann und Ingrid Arning, Schulleiter Christian Kleist, Hausmanagerin Heike Wäger, Schulvereinsvorsitzender Marcus Wöhrmann, Bettina Baron und Julia van Bernem vom Energiebüro E + U sowie Umweltberaterin Nadine Dannhaus (hintere Reihe von links) freuen sich gemeinsam mit den engagierten Schülern Marie, Stina, Justus, Sönke, Tim, Kasper, Felix und Maria über das Energiespar-Ergebnis. - © Birgit Nolte
Bilanz nach einem Jahr: Die EGW-Lehrerinnen Sabine Koch, Doris Diekmann und Ingrid Arning, Schulleiter Christian Kleist, Hausmanagerin Heike Wäger, Schulvereinsvorsitzender Marcus Wöhrmann, Bettina Baron und Julia van Bernem vom Energiebüro E + U sowie Umweltberaterin Nadine Dannhaus (hintere Reihe von links) freuen sich gemeinsam mit den engagierten Schülern Marie, Stina, Justus, Sönke, Tim, Kasper, Felix und Maria über das Energiespar-Ergebnis. (© Birgit Nolte)

Werther. „Wir wollen die breite Öffentlichkeit für das Thema Klimaschutz sensibilisieren und eine Schule ist dafür natürlich optimal", unterstrich die Umweltbeauftragte Nadine Dannhaus am Mittwoch bei der Prämienübergabe. Beim Evangelischen Gymnasium (EGW) haben in den vergangenen zwölf Monate Schüler, Lehrer und Mitarbeiter an einem Strang gezogen, um den CO2-Ausstoß deutlich zu senken.

"Dieser Wert ist schon verdoppelt worden"

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Im Vergleich zu 2017 hat das EGW im vergangenen Jahr 9,2 Prozent witterungsbereinigt Wärme gespart. Der Stromverbrauch ging um 3,2 Prozent zurück, die Kosten wurden um 6,3 Prozent gesenkt und der CO2-Ausstoß um 6,2 Prozent. Allerdings ist der Wasserverbrauch um 8,4 Prozent gestiegen. „Um diesen Wert müssen wir uns kümmern", räumte Bettina Baron vom projektbegleitenden e&u Energiebüro ein, lobte aber auch das Engagement am EGW: „Das Ziel war, drei Prozent weniger CO2-Ausstoß pro Jahr, und dieser Wert ist schon verdoppelt worden. Das EGW ist ein Motor für Klimaschutz am Ort."

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Alle achten beim Projekt darauf, dass auch wirklich sorgsam mit der Energie im Schulalltag umgegangen wird. In den unteren Klassen sind Energiewächter tätig, die ihren Mitschülern mit grünen, gelben und roten Karten ein direktes Feedback geben. Selbst kreierte Aufkleber erinnern daran, dass die Overheadprojektoren nicht auf Stand-by weiterlaufen, sondern ausgeschaltet werden sollen.

„Allein durch das richtige Einstellen der Anlage lassen sich bis zu zehn Prozent einsparen"

Außerdem hat sich die Hausmanagerin Heike Wäger mit Unterstützung der Fachleute von e&u mit der Heizungsanlage vertrauter gemacht. „Allein durch das richtige Einstellen der Anlage lassen sich bis zu zehn Prozent einsparen", so Bettina Baron. Wenn dann die Thermostate durchgehend auf drei stehen und effektiv stoßgelüftet wird, steht dem Energiesparen nichts mehr im Wege.

Zum Projekt gehört auch ein Energie-Team aus Lehrkräften und Schülern, die verschiedene Aktivitäten organisieren und an e&u-Workshops teilnehmen. Schon zu Beginn war klar, dass Prämierungen ein Anreiz zum Energiesparen sind. Die engagiertesten Schüler und Klassen wurden jetzt mit Urkunden und einem Geldbetrag in Höhe von 600 Euro vom Schulverein belohnt.

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