Hapkenberg: Brühe stammt aus der Böschung

Kerstin Spieker

Ursache geklärt: Sedimente sollen das Regenwasser am Hapkenberg dunkel gefärbt haben. - © Andreas Großpietsch
Ursache geklärt: Sedimente sollen das Regenwasser am Hapkenberg dunkel gefärbt haben. (© Andreas Großpietsch)

Werther. Die schlammig schwarze Färbung des Wassers, das unterhalb des Hapkenberges Richtung Diekstraße aus dem Regenrückhaltebecken tritt, beunruhigte. Nicht nur tiefer gelegene Anlieger, die um die gesundheitliche Unbedenklichkeit fürchteten, auch die Verantwortlichen in den Ämtern, die einen unberechtigten Fremdeintrag vermuteten. „Jetzt haben wir das Rätsel gelöst", ist Sven Johanning, Pressesprecher vom Landesbetrieb Straßen.NRW sicher.

Auf Anfrage des HK ließ er am Montag wissen, dass man sich inzwischen ganz sicher sei, es mit Wasser und Sedimenten aus der Böschung an der Straße entlang des Hapkenberges zu tun zu haben. Der Feststellung voraus geht eine inzwischen weit mehr als ein Jahr andauernde Untersuchung der Situation rund um den Kreisel auf der Borgholzhausener Straße. Im Dezember 2017 berichtete das HK erstmals über die dreckig dunkle Brühe, die aus dem unterirdischen Regenrückhaltebecken an der Diekstraße Richtung untere Anlieger in den Bach läuft. Und das, nachdem das Oberflächenwasser vom Hapkenberg die Vorklärung im Becken durchlaufen hatte.

Auch eine defekte Schraube war als Ursache im Gespräch

Sven Johanning äußerte damals deutlich, dass Straßen.NRW einen Fremdeinleiter vermute. Das Regenrückhaltebecken funktioniere einwandfrei. Eine andere Ursache sei quasi nicht denkbar, erklärte der Pressesprecher damals, um dann aber im Februar 2019 zu korrigieren. Zwar wusste man zu dem Zeitpunkt noch immer nicht, woher die hässliche Färbung des Wassers denn nun rührt, konnte nach einer Kamerabefahrung der Zuleitung aber ausschließen, dass ein Fremdeinleiter sich an die Leitung angehängt hatte. Eine defekte Schraube an einer Drossel war zu diesem Zeitpunkt noch als Ursache im Gespräch.

Inzwischen ist man bei Straßen.NRW sicher: Das Wasser, das aus der Böschung an der Theenhausener Straße über eine Drainage in die Ableitung runter vom Hapkenberg geführt wird, bringt den Farbeintrag und auch den zusätzlichen Schlamm mit. „Das konnte man im Zuge einer weiteren Untersuchung mit der Kamera an den Anschlussstellen wohl sehr deutlich erkennen", erklärte Johanning.

Schlammfang soll künftig häufiger geleert werden

Eine Gefährdung durch das schwarz gefärbte Wasser, so betonte der Pressesprecher, habe es aber zu keinem Zeitpunkt gegeben. Die Konsequenz aus den frisch gewonnenen Erkenntnissen sei nun, dass Straßen.NRW verkürzte Wartungsintervalle einführen müsse. Voraussichtlich viermal im Jahr ist der Schlammfang des Regenrückhaltebecken künftig zu entleeren. Wenn nämlich Schlammfang und der Abscheider für Leichtflüssigkeiten voller Schlamm sind, funktionieren sie nicht und das Wasser würde das Becken ohne Reinigungsstufen durchlaufen und verlassen. Die kostenintensive häufige Ausleerung soll das verhindern.

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